18.02.2017 / Bundesprogramm Ladeinfrastruktur

Foto: Stefan Kritzer

Vor fünf Jahren hat das Technologietransferzentrum Elektromobilität (TTZ-EMO) in der Jakob-Preh-Schule seine Arbeit begonnen. Längst hat sich die dezentrale Bildungseinrichtung der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Mittlerweile arbeiten rund 40 Wissenschaftler am TTZ und somit an der Weiterentwicklung der Elektromobilität. Die Stifter für die Stiftungsprofessur haben sich nun ebenfalls neu gefunden.

 

„Eine Stiftungsprofessur ist in Bayern immer noch eine Rarität“, sagte Professor Dr. Robert Grebner, Präsident der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. „Die Verlängerung einer Stiftungsprofessur wie nun im Technologietransferzentrum ist sogar eine doppelte Rarität!“ Dass die Erfolgsbildungseinrichtung TTZ-EMO weitergeführt wird, war den Vertretern aus Verwaltung, Politik, Förderverein und Wirtschaft schon lange klar. Doch die Rahmenbedingungen zu erfüllen ist alles andere als einfach. Schließlich müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

 

Das Technologietransferzentrum Elektromobilität wurde 2012 gegründet und lange aus dem Topf des Wirtschaftsministeriums bezüglich der Modellstadt finanziert. Damit ist jedoch spätestens in diesem Jahr Schluss. Nach langem Ringen wurde nun eine stetige Förderung des TTZ von Seiten des Freistaates in Höhe von 800.000 Euro jährlich an Land gezogen. Genug, um die erfolgreiche Arbeit weiterzuführen. Die Stiftungsprofessur von TTZ-Leiter Professor Dr. Ansgar Ackva steht jedoch seit jeher auf anderen finanziellen Beinen. Eine ganze Reihe von Stiftern tragen ihren (jährlichen) Beitrag dazu bei und haben sich nun für die nächsten fünf Jahre zusammengefunden.

 

Im Landratsamt begrüßte stellvertretender Landrat Peter Suckfüll die Stifter sowie Präsident und Vizepräsident der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. „Wir als Hochschule freuen uns, einen dritten Standort zu haben“, sagte Robert Grebner mit Blick auf das TTZ. Und für Bad Neustadt bedeutet dies, einen wissenschaftlichen Hochschulstandort im Stadtgebiet zu beheimaten. „Das macht uns stolz“, betonte Peter Suckfüll und dankte vor allem Ansgar Ackva für dessen sehr erfolgreiches Wirken im TTZ.

 

„Mit dem TTZ konnten wir unter Beweis stellen, dass wissenschaftliches Arbeiten auch dezentral möglich ist“, sagte Bürgermeister Bruno Altrichter. In einer kleinen Stadt wie Bad Neustadt sei dies vorbildlich gelungen. „Wir haben den Platz, die Möglichkeiten und die Motivation für dieses Thema“, so der Bürgermeister. Der Vorsitzende des Fördervereins M-E-NES, Dr. Hubert P. Büchs betonte, dass ein TTZ dieser Prägung der regionalen Wirtschaft diene.

 

Landtagsabgeordneter Steffen Vogel hob das erfolgreiche Weiterführen des TTZ wie der Stiftungsprofessur hervor. „Das kann Schule machen für ganz Bayern“, sagte Vogel und bedankte sich für das große Engagement aus der Region für die Fortsetzung der Bildungseinrichtung.

 

Dr. Jörg Geier, Leiter der Stabsstelle für Kreisentwicklung im Landratsamt und Projektmanager Elektromobilität, zählte das Stiftungskapital zusammen. Die Stifter sind: der Förderverein M-E-NES e.V. (3.000 Euro), die Preh GmbH (30.000 Euro), die Jopp Gruppe (15.000 Euro), die Sparkasse Bad Neustadt (12.000 Euro), die Volks- und Raiffeisenbank Rhön-Grabfeld (10.000 Euro), die Stadt Bad Neustadt (20.000 Euro), der Landkreis Rhön-Grabfeld (20.000 Euro), die Steinbach-Gruppe (5.000 Euro), das Überlandwerk Rhön (5.000 Euro) und der Informationskreis der Wirtschaft Rhön (1.000). Insgesamt verbucht Jörg Geier somit 121.000 Euro jährlich für die Stiftungsprofessur, die auf diese Weise für die kommenden fünf Jahre gesichert ist.

 

Quelle: Rhön- und Saalepost, Stefan Kritzer