14.12.2015 / Das interessante Innenleben eines Autos

Foto: Nerche-Wolf

Voller Staunen erlebten alle Erwachsenen im Ausbildungszentrum der Firma Preh, dass es unter den Studenten der Kinder-Uni einen absoluten Experten für Autofabrikate gab. Er erkannte den Porsche 918, ein Modell zum Preis von 750 000 Euro mit einer Oberfläche aus Glas, das nur 918-mal hergestellt wird, ebenso wie die Marken Bentley, General Motors oder Lamborghini. Alle haben etwas gemeinsam: Preh stellt für sie Bedienteile her.

 

Wie breit das Spektrum an diesen hochtechnisierten Teilen ist, das vermittelte diese Vorlesung der Kinder-Uni an ungewohntem Ort zu ungewohnter Stunde. Bereits um 10 Uhr am Samstagvormittag fanden sich die lerneifrigen Mädchen und Buben ein und verdienten sich damit das Lob ihrer Dozenten.

 

Zwei Physiker und zwei Informatiker der Firma Preh eröffneten den jungen Studenten die einmalige Chance, dass sie „Auto im Innen erleben“ durften. Matthias Lust, Frank Lochner, Markus Klein und Johannes Werner hatten im Werksbereich vier Stationen zusammengestellt, an denen das Einsteigen in ausgefallene Modelle erlaubt war. Dabei konnte getestet werden, wie es sich anfühlt, wenn man die Gänge am Lenkrad zuschaltet. Außerdem konnten die Funktionen einer Mittelkonsole ausprobiert werden. Auch ein Blick hinter die Kulissen der Tasten, Hebel und Schalter, die im Auto für ein gutes Klima sorgen, machte neugierig auf die komplizierten Zusammenhänge.

 

Auf welche vielfältigen Wünsche der Automarken die Firma Preh bei der Herstellung der Bedienteile eingeht, verdeutlichte ein Beispiel: An einer Armatur mit der gleichen Form kann eine Funktion einmal mit einem Drehstellknopf in Gang gesetzt werden und einmal durch das Berühren einer eleganten Sensorenleiste. Farb- und Materialunterschiede erweitern zusätzlich die Bandbreite der Teile, die von Preh hinaus in alle Welt geliefert werden.

 

Ganz spannend entwickelte sich vor den Augen der jungen Studenten die Vorstellung vom Auto-Inneren der Zukunft, einem Feld, an dem bei Preh intensiv gearbeitet wird. Wie in einem Wohnzimmer soll es mit allen technischen Möglichkeiten von Computer bis Fernseher so ausgestattet sein, dass sich der Fahrer trotzdem auf die Anforderungen des Verkehrs konzentrieren kann. Möglich wäre so etwas vor allem dadurch, dass sich die Hand an Oberflächenunterschieden orientieren kann und das Touchpad durch Klicken die Eingabe bestätigt.

 

Auf Tuchfühlung gehen durften die Mädchen und Jungen mit einem Van, in dem bereits alle Fahrgastsitze mit PC und Bildschirm ausgestattet sind. Sie erlebten das Elektrofahrzeug, für das Preh an der Optimierung des Batterie-Managements arbeitet, und sie durften über die edle Ausstattung staunen, in der Firmenchef Jeff Wang demnächst unterwegs ist.

 

 

Quelle: Mainpost, Karin Nerche-Wolf