07.10.2015 |Durchbruch bei E-Autos erwartet

Landtagsabgeordnete Kerstin Celina und Martin Stümpfig sagen TTZ volle Unterstützung zu

Foto: Stefan Kritzer

„Wenn endlich die Batterien länger durchhalten, dann steht der großen Verbreitung von Elektroautos eigentlich nichts mehr im Wege“ – darüber waren sich bei einem Austausch in der Jakob-Preh-Schule alle einig. Die Landtagsabgeordneten der Fraktion Bündnis90/Die Grünen, Kerstin Celina und Martin Stümpfig besuchten auf Einladung des 3. Bürgermeisters Karl Breitenbücher das Technologiezentrum Elektromobilität in der Berufsschule.

 

„Die Automobilhersteller müssen etwas tun“, sagte Professor Ansgar Ackva, „obwohl sie das Elektroauto bis jetzt eigentlich nicht wollen.“ Im Technologietransferzentrum Elektromobilität (TTZ) führte der Leiter des Außenstelle der FH Würzburg-Schweinfurt die beiden Grünen-Politiker durch die Laborräume und unterstrich die dort geleistete Forschung. Immer strengere Anforderungen bei der Reduzierung der Abgase machen es den Herstellern zunehmend unmöglich, sich dem Thema Elektroauto weiterhin zu verschließen. Skandale wie derzeit bei VW tun das ihre dazu bei, neue Antriebsmethoden ins Gespräch zu bringen.

 

Mehr als 30 Mitarbeiter sind im TTZ in Forschung und Entwicklung zukünftiger elektrischer Antriebe von Fahrzeugen, sowohl zweirädriger wie vierrädriger, tätig. Davon allein sechs Doktoranden. Dennoch sind sowohl die TTZ-Leitung wie das Projektmanagement Elektromobilität von Stadt und Landkreis derzeit gefordert, auch über den anberaumten Förderzeitrahmen hinaus das TTZ mit Geldern aus München bestücken zu können. Mit ihrer Forderung nach einer angemessenen Förderung rennen Professor Ackva und Projektmanager Dr. Jörg Geier vom Landratsamt Rhön-Grabfeld bei Kerstin Celina und Martin Stümpfig offene Türen ein. Die beiden Landtagsabgeordneten der Grünen sicherten ihre volle Unterstützung in den Haushaltsverhandlungen zu.

 

„Die Zahlen geben uns doch Recht“, sagte Ackva. Rund 4,5 Millionen Euro hat das Wirtschaftsministerium in den Aufbau der ersten drei Jahre des TTZ gesteckt. Dort wurden weitere 7,1 Millionen Euro aus der Wirtschaft akquiriert und in 20 Forschungsprojekte investiert. Doch die Entscheidung für die Beibehaltung des TTZ in seiner heutigen Form müsse bald fallen, sonst würden sich die Mitarbeiter eine neue Stelle suchen. Und das will in Bad Neustadt niemand.

 

 

Quelle: Rhön- und Saalepost, Stefan Kritzer