27.02.2015 |E-Mobilität schafft 150 Arbeitsplätze

Stadt spricht sich für eine Verlängerung der E-Projekte über das Jahr 2016 aus

Die erfolgreiche Modellstadt für Elektromobilität macht weiter. Nicht nur die viel besuchten Fahrzeugschauen wird es weiterhin geben, auch neue Forschungsprojekte sollen Bad Neustadt als Technologiestandort weiter voranbringen.

Nicht weniger als 150 Arbeitsplätze sind in Bad Neustadt im Rahmen der Projekte rund um die Modellstadt für Elektromobilität entstanden. Die finanziellen Aufwendungen, die von Seiten der Stadt hierfür geleistet werden mussten, halten sich aber in einem engen Rahmen. In der Stadtratssitzung zog Projektmanager Ulrich Leber ein Fazit der bislang erfolgten Maßnahmen und blickte anschließend jenseits des Förderzeitraums ab 2016. Auslaufen lassen will die Stadt die E-Projekte auf gar keinen Fall.

 

Rund 14 Millionen Euro stecken in den Projekten der Modellstadt für Elektromobilität. Seit der Ausrufung der Stadt zur Modellstadt hat sich das Thema schnell lohnend entwickelt. Forschungsprojekte in Unternehmen wie Preh, Jopp oder FGB Steinbach liefern Ergebnisse über Mobilitätsfragen der Zukunft, Bildungseinrichtungen wie das neu ins Leben gerufene Technologie-Transferzentrum (TTZ) mit seiner Stiftungsprofessur oder neue Ausbildungsinhalte der Jakob-Preh-Berufsschule haben seit 2010 ganz neue Projekte in der Kreisstadt und der Region etabliert. Bei den alljährlichen Fahrzeugschauen kann sich darüber hinaus die Bevölkerung informieren, was es im Bereich der Elektromobilität neues gibt.

 

„Eine Befragung der elektromobilen Arbeitgeber in Rhön-Grabfeld hat ergeben“, so Projektmanager Ulrich Leber, „dass inklusive des TTZ in Bad Neustadt und Salz rund 150 neue Arbeitsplätze im Zusammenhang mit dem Thema E-Mobilität entstanden sind. Die Stadt hat durch die Aktivitäten eine überregionale Bekanntheit als High-Tech-Standort erlangt und ein positives Image bekommen.“

 

Im gesamten Förderzeitraum bis Ende 2016 werde die Stadt für alle Projekte lediglich rund 320.000 Euro bereit stellen müssen. Ein kleiner Anteil an dem vom Wirtschaftsministerium hochgeförderten Projekt Modellstadt Elektromobilität. Für die Zeit nach Förderende 2016 kündigte Bürgermeister Bruno Altrichter die Fortführung weiterer Projekte an. „Das ist gut für den Technologiestandort Bad Neustadt.“ Vor allem das TTZ soll neue Ideen für die Modellstadt entwickeln, natürlich in Absprache mit der Stadt und dem Landkreis. Für die Bürger interessant ist die nächste und damit fünfte Fahrzeugschau Elektromobilität am 25. und 26. April.

 

Die Stadt optimiert aufgrund der guten wirtschaftlichen Ausgangslage weiterhin ihre Finanzen. Wie Kämmerer Klaus Ullrich bekannt gab, wird ein weiteres Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einer Restschuld von 548.360,44 Euro getilgt. Aufgenommen hatte die Stadt das Darlehen im Jahre 2001 zur Finanzierung des Triamare. Der heute noch geltende Zinssatz des Kredits von 4,85 Prozent ist nicht mehr zeitgemäß. Sollte die Stadt finanzielle Mittel aufnehmen müssen, ist dies über das Programm „Investkredit Kommunal“ der BayernLabo zu einem Zinssatz von derzeit 0,28 Prozent möglich. Auch die Restschuld eines Darlehens der Vill'schen Altenstiftung in Höhe von 26.057,73 Euro bei der Genossenschafts-Hypothekenbank wird von der Stadt getilgt.

 

Eine Satzungsänderung gab es bezüglich der Rosemarie-Preh-Stiftung. Die Änderung wurde in Zusammenarbeit mit dem Beirat der Stiftung vorgenommen und schreibt als Stiftungszweck Projekte des Denkmalschutzes vor. Die Mittel der Stiftung werden vor allem für den Erhalt des denkmalgeschützten Hotels Schwan und Post benötigt.

 

Quelle: Rhön- und Saalpost, Stefan Kritzer