27.01.2015 |Einfach mal fahren lassen

Ab März können sich Interessierte wieder ein Bürger E-Mobil bei den Stadtwerken ausleihen

Hybridauto oder Elektroauto als Bürger E-Mobil probeweise ausleihen. Den Service der Stadtwerke und des Projektmanagements der Modellstadt für Elektromobilität unterstützen auch (mit Banner von links) Ulrich Leber, Bürgermeister Bruno Altrichter und Teamassistentin Bianca Benkert.

Hemmschwellen abbauen und interessierte Bürger einfach mal fahren lassen. Das ist der Kerngedanke des Bürger E-Mobils bei den Stadtwerken. An Wochenenden kann dort ab März wieder ein Elektro- oder Hybridauto eines lokalen Automobilhändlers für ein paar Stunden geliehen und Probe gefahren werden. Und das alles ohne anschließendes Verkaufsgespräch. Der Probefahrservice der Modellstadt für Elektromobilität wird selbstverständlich auch wissenschaftlich ausgewertet.

 

Insgesamt 190 Buchungen für das Bürger E-Mobil im vergangenen Jahr listete der technische Leiter der Stadtwerke, Ulrich Leber auf. Damit wurden die Erwartungen der Stadtwerke und des Projektmanagements der Modellstadt für Elektromobilität übertroffen. Am Samstag oder am Sonntag mal für zwei Stunden mit einem Elektro- oder einem Hybridauto fahren, diesen Service wollen Stadtwerke wie Projektmanagement auch in diesem Jahr wieder anbieten. Nach vorheriger Anmeldung können ab März zahlreiche Autos Probe gefahren werden, um die Vorzüge elektrisch angetriebener Fahrzeuge auszuprobieren. Bis zu drei Fahrzeuge stellen die teilnehmenden Autohäuser zur Verfügung. Der Testzeitraum erstreckt sich vom 16. März bis zum 18. Oktober.

 

„Es macht wirklich Sinn dieses Projekt weiterzuführen“, sagte Ulrich Leber bei der Vorstellung der zweiten Auflage des Bürger E-Mobils. „Wir bringen dadurch die Elektromobilität mehr unter die Leute“, so Leber. Auch Bürgermeister Bruno Altrichter lobte das Projekt und bezeichnete die hohe Zahl der Probefahrten im vergangenen Jahr als Erfolg. Das Projekt Bürger E-Mobil wird in der Modellstadt für Elektromobilität selbstverständlich auch wissenschaftlich begleitet. Petra Germer vom Institut für Angewandte Logistik hat 64 Fragebögen des vergangenen Jahres ausgewertet.

 

Demnach hatte mehr als die Hälfte der teilnehmenden Bürger vorher noch keine Erfahrungen mit Elektroautos gemacht. 67 Prozent der Befragten hatten sich allerdings schon vor der Probefahrt eingehend mit dem Thema Hybrid- oder Elektroauto auseinandergesetzt. Die überwiegende Zahl der Befragten würde gerne noch mehr Elektroautos testen (84 Prozent) und stattliche 94 Prozent würden den Service des Bürger E-Mobils weiterempfehlen. „Die Befragung werden wir auch in diesem Jahr wieder durchführen“, sagte Germer.

 

Zum Angebot der zweiten Auflage des Bürger E-Mobils gehören der Mitsubishi I-Miev und der Plug-in-Hybrid Outlander vom Autohaus Steinmüller in Windshausen, der Golf GTE (Hybrid) von VW Kehm, die Hybridautos Yaris HSD, Auris HSD, Auris Touring Sports HSD und Prius + der Marke Toyota, die RenaultsTwizy, Kangoo Z.E., Fluence Z.E. und der Zoe sowie der Nissan Leaf und der e-NV 200 vom Autohaus Vorndran wie auch der BMW i3 vom Autohaus Rhein und der Ford Mondeo Hybrid vom Autohaus Gaul und Klamt.

 

Wer ein Bürger E-Mobil im eigenen Tagesablauf testen möchte, wendet sich an die Stadtwerke in der Goethestraße 17/19 unter Telefon 09771/6220-36/-23/-21 und vereinbart dort einen Termin für eine Testfahrt (zwei Stunden). Sofern die Fahrzeuge über Nacht angeboten werden können, müssen diese geladen bei den Stadtwerken zurückgegeben werden. Das gilt auch für Wochenendtestfahren. Mehr Informationen gibt es unter www.m-e-nes.de.

 

 

Quelle: Rhön- und Saalepost, Stefan Kritzer