24.11.2014 |In Bewegung: Dinge – Daten – wir

Jahrestagung des Deutschen Ingenieurinnenbundes erstmals in der bayerischen Rhön

Foto: M. Huter

Elektro macht mobil: Auf eine Testfahrt quer durch die Rhön mit gleich vier Elektroautos begaben sich insgesamt 28 Teilnehmerinnen der Jahrestagung des Deutschen Ingenieurinnenbundes. Das Bild zeigt die Testfahrerinnen sowie Guido Vorndran vom Autohaus Vorndran.

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Ein vielschichtiges Programm, das Raum gibt für Impressionen und Diskussionen, viele Gelegenheiten zum Kennenlernen und Netzwerke knüpfen, eine entspannende Umgebung und nicht zuletzt interessante Frauen: Zum ersten Mal fand die Jahrestagung des Deutschen Ingenieurinnenbundes (dibev) in der bayerischen Rhön statt und war für Organisatoren und Teilnehmerinnen ein voller Erfolg. Als Schirmherrin fungierte die Staatssekretärin Dorothee Bär, die die Agenda als außerordentlich aktuell und zukunftsweisend bezeichnete.

„Immer in Bewegung – Die Dinge. Die Daten. Wir.“, so lautete das Motto der Tagung, die mit der Umweltbildungsstätte Oberelsbach einen perfekten Tagungsort fand. Zum Veranstaltungsauftakt fand eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion statt zum Thema „Die Zukunft der Logistik“. Geleitet von Heidrun Wagner-Hack, Oberstudienrätin am Schönborn-Gymnasium in Münnerstadt diskutierten auf dem Podium der Landtagsabgeordnete und Sprecher der Mobilität Markus Ganserer, die kaufmännische Geschäftsführerin von Fraport Cargo Diana Schöneich sowie Mechthild Brandner von der Zufall logistik group.

Von Schülerinnen und Schülern eines Projektseminars am Münnerstädter Gymnasium wurden die Themenblöcke und Fragen für die Podiumsdiskussion vorbereitet. Logistik ist der am stärksten wachsende Wirtschaftsbereich in Deutschland, der sich vielfältigen Zukunftsaufgaben stellen muss, von den Grenzen, die die staatlichen Vorgaben aufwerfen, über Personalentwicklung bis zum Umweltschutz. „Die Teilnehmerinnen zeigten sich äußerst interessiert und diskussionsfreudig“, blickt Organisatorin Eva Hartmann zurück. In diesen Themenblock fielen auch Vorträge von Ulrike Laufer zur Geschichte der Warenströme und von Marion Roehmer über die Geschichte der Entwicklung der Fernstraßen am Samstag.

In Bewegung sind aber auch „die Daten“. So gab es sehr gut besuchte Fachvorträge zum Datenschutz, zur Datensicherheit, zur Sicherheit von Smartphone-Apps oder von Daten als Machtinstrument.

Vor allem in Bewegung sind jedoch „wir“: Dabei war einer der Höhepunkte eine Testfahrt mit vier Elektroautos, die das Autohaus Vorndran in Bad Neustadt zur Verfügung stellte. Über die Hochrhönstraße führte die Rundfahrt in zwei Gruppen mit jeweils 14 Personen nach Oberelsbach. In Vorträgen wurde über die Zukunft der e-car-Entwicklung, die Theorie und Praxis der e-Mobilität gesprochen.

Im Themenfeld Beruf wurde die Bewegung anhand eines Vortrags zum Thema Karriere und dem Um- und Ausstieg im Alter von über 50 Jahren dargestellt. Quasi am eigenen Leib konnten die Tagungsteilnehmerinnen die Bewegung des Körpers erfahren, ob beim geführten Walken am Morgen, bei einer E-Mountainbike-Tour, beim Wandern oder Atem- und Singseminaren.

Nicht zu vergessen wurde das Thema Umwelt, dem sich der Tagungsort, die Umweltbildungsstätte, verschrieben hat.

Insgesamt wurde das von der Regionsgruppe Rhön aufgestellte Programm mit viel Lob von den Teilnehmerinnen bedacht. Neben den Fachvorträgen hatten die Teilnehmerinnen genügend Möglichkeiten in entspannter Atmosphäre Kontakte zu knüpfen – nicht zuletzt bei einer Disconacht am Samstagabend mit einem DJ aus Heilbronn.

Mit der Tagung in Oberelsbach wollten die Ingenieurinnen auch für die Regionsgruppe Rhön des Ingenieurinnenbunds werben. Die Gruppe trifft sich einmal im Monat um sich auszutauschen und sich damit auch beruflich weiter zu entwickeln. Interessierte melden sich bei Eva Hartmann unter eva.hartmann@dibev.de.

 

 

Quelle: Mainpost, Marc Huter