11.02.2016 / Konkretes erst nach der Evaluierung

Kultusministerium beurteilt die Voraussetzungen für das TTZ als günstig

Die unterfränkische Landtagsabgeordnete der Grünen, Kerstin Celina, verfolgt die Entwicklung des Technologietransferzentrums Elektromobilität in Bad Neustadt. Gegenüber der Rhön- u. Saalepost teilte sie mit, dass sie den Vorschlag von MdL Steffen Vogel begrüße, sich mit allen Landtagsabgeordneten zu treffen, in deren Zuständigkeit sich ein TTZ befindet. Sie freue sich, dass die Staatsregierung einer weitergehenden Finanzierung positiv gegenübersteht. „Wichtig ist meines Erachtens, diese Entscheidung schnell zu treffen, insbesondere anlässlich des politisch hohen Stellenwertes, den das Thema „Elektromobilität“ hat und in den nächsten Jahren haben wird“, erklärte sie.

 

Im Oktober vergangenen Jahres tätigten die Grünen eine entsprechende Anfrage. Konkret fragten sie, wie das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und das Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie die bisherige Entwicklung der Technologietransferzentren für Elektromobilität (TTZ-EMO) in Bayern in den letzten fünf Jahren beurteilen. Darüber hinaus welche arbeitsmarktpolitische und wirtschaftliche Bedeutung die TTZ an ihren jeweiligen Standorten gewonnen haben und in welcher Höhe eine finanzielle Unterstützung zukünftig erfolgen soll. Die Antwort des Ministeriums übermittelte Kerstin Celina der Presse.

 

Darin bestätigte das Bildungsministerium die Notwendigkeit der Bereitstellung weiterer staatlicher Mittel nach Ende der erfolgreich durchlaufenen Anschubfinanzierungsphase. Ausdrückliche Bedingung für eine weitere Grundfinanzierung sei eine erfolgreiche Arbeit des TTZ während der Anschubfinanzierungsphase. Das Ministerium stellt heraus, dass vor der Gewährung einer Grundfinanzierung die Einrichtung evaluiert werde, wobei auch eine Empfehlung zur Höhe einer möglichen Grundfinanzierung unterbreitet wird. „Konkrete Beträge können deshalb erst nach der Evaluierung genannt werden“, betont das Ministerium. Derzeit gehe man von einem durchschnittlichen Grundfinanzierungsbetrag von rund 200.000 Euro aus (wir berichteten).

 

Insgesamt könne gesagt werden, so das Ministerium, dass die TTZ insgesamt eine weit überwiegend erfolgreiche Entwicklung genommen haben. Zwei TTZ wurden bislang evaluiert, beide (Teisnach und Freyung) mit positivem Ergebnis.

 

Bezüglich der arbeitsmarktpolitischen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf die jeweiligen Standorte sei bei den bisher durchgeführten Evaluierungen festgestellt worden, dass sich die TTZ als wichtige Impulsgeber in der Region entwickelt haben und sich positiv auf Standortentscheidungen von Unternehmen auswirken. Unmittelbare arbeitsmarktpolitische und wirtschaftliche Auswirkungen habe man in den Evaluierungen zwar nicht belegen können, jedoch würden sich Hinweise auf entsprechende mittelbare Auswirkungen, die auch in den Statistiken zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Gewerbesteuereinnahmen und Einwohnerzahl ablesbar sind, ergeben.

 

Die TTZ, die mit Elektromobilität befasst sind, hätten sich bislang positiv entwickelt. Zum TTZ-EMO in Bad Neustadt stellt das Ministerium heraus, dass dessen Tätigkeitsbereich Forschungsarbeiten zum Thema Elektromobilität mit Partnern aus der Region betreffe. „Das TTZ hat in den Jahren 2012 bis 2014 insgesamt 5,33 Millionen Euro eingeworben. Vor diesem Hintergrund können die Voraussetzungen für die anstehende Evaluierung als günstig angesehen werden.“

 

 

Quelle: Rhön- und Saalepost