19.10.2016 / Modellstadt soll weiterarbeiten können

Stadtrat bringt Förderungen für unterschiedliche Bereiche der Elektromobilität auf den Weg

Foto: Stefan Kritzer

Die Modellstadt Elektromobilität ist für die Kreisstadt längst zu einem Erfolgsmodell und zu einem Aushängeschild geworden. Verwunderlich war der Beschluss des Stadtrates zur Förderung zahlreicher Maßnahmen in den kommenden Jahren also nicht. Projektmanager Ulrich Leber kann jetzt fünf Jahre in die Zukunft planen. Auf Anregung der Freien Wähler sollen die Bewilligungsfristen auch nicht jährlich, sondern nur alle zwei Jahre einen Beschluss des Stadtrates erfordern. Das bringe den Verantwortlichen noch mehr Planungssicherheit.

Die Förderungen gliedern sich für die Stadt in drei Bereiche. Das Projektmanagement Ulrich Leber und Dr. Jörg Geier gemeinsam mit Teamassistentin Bianca Benkert erhielt bislang 50.000 Euro Zuschuss, die sich Stadt und Landkreis teilten, unter anderem für die Ausrichtung der jährlichen Fahrzeugschau. Diese Summe wird in den kommenden Jahren auf 60.000 erhöht. Nachdem der Freistaat Bayern die Förderung des Technologietransferzentrums auf 800.000 Euro jährlich aufgestockt hat, bleibt auch die Stadt am Ball und übernimmt – auch hier gemeinsam mit dem Landkreis – die Mietkosten in der Jakob-Preh-Schule, zuletzt in Höhe von 23.930 Euro.

An der Stiftungsprofessur von Professor Dr. Ansgar Ackva beteiligt sich die Stadt bis zum Jahr 2021 jährlich mit einem Betrag von 20.000 Euro, ebenfalls in Abstimmung mit dem gleich viel zahlenden Landkreis. Die Fraktionen im Stadtrat sprachen sich allesamt für eine weitere Förderung rund um die Modellstadt Elektromobilität aus. Der Beschluss wurde einstimmig über alle Fraktionsgrenzen hinweg getroffen.

In der Industriestraße entsteht ein Elektrofachmarkt. Einige Änderungen gegenüber den bisherigen Planungen passierten den Stadtrat problemlos. Die Pecht Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG baut derzeit eine Erweiterung der Shoppingwelt. Im Obergeschoss werden Lagerräume sowie ein Großraumbüro Platz finden. Der Stadtrat begrüßte die Erweiterung.

Die Freien Wähler hatten in einer früheren Sitzung gefordert, als jährliche Anerkennung für die Mitglieder der Jugendfeuerwehren Triamare-Gutscheine zu vergeben. Bisher konnten die Jugendfeuerwehren zweimal im Jahr als Gruppe mit ihren Jugendwarten dass Triamare kostenlos besuchen. Diese Regelung war allerdings wenig attraktiv. Jetzt erhalten Jugendfeuerwehren jährlich Gutscheine in Höhe von 20 Euro je Mitglied zur individuellen Nutzung. Zur Zeit kommen 44 Jugendliche bei den städtischen Feuerwehren auf diese Weise in den Genuss eines Triamare-Gutscheins.

Die beiden Fußgängerbrücken „An der Linde“ sowie an der „Leutershauser Straße“ sind in die Jahre gekommen und sollen durch moderne Aluminium-Holz-Konstruktionen ersetzt werden. Der Stadtrat plant im Haushalt des kommenden Jahres jeweils 64.000 Euro für den Neubau der Brücken ein.

 

Quelle: Rhön- und Saalepost, Stefan Kritzer