12.03.2015 |Modellstadt trifft Modellkommune

Vertreter aus Bad Neustadt und Garmisch-Partenkirchen tauschen sich aus

Das Projektteam aus der ersten bayerischen Modellstadt Bad Neustadt (Jörg Geier, Bianca Benkert, Ulrich Leber) und das Team aus der Modellkommune Garmisch-Partenkirchen

Der Freistaat Bayern hat 2010 Bad Neustadt zur ersten Modellstadt für Elektromobilität gekürt. Kurz danach wurde auch Garmisch-Partenkirchen zu einer bayerischen Modellkommune für E-Mobilität. Während sich Bad Neustadt auf die Themen Industrieentwicklung und Bildung fokussierte, konzentrierte man sich in der oberbayerischen Marktgemeinde auf die Verschmelzung der Themen Tourismus und E-Car-Sharing. Eine Zielsetzung, die gut mit der touristischen Wintersportausrichtung Garmisch-Patenkirchen korrespondiert.

 

Zum Austausch von Erfahrungen zu den jeweiligen Projekten und zur Definition möglicher Transferprojekte fand ein Arbeitstreffen der beiden Managementteams in der oberbayerischen Modellkommune statt. Verbunden war dies mit dem beiderseitigen Anliegen, das Thema E-Mobilität auch über den Förderzeitraum hinaus erfolgreich zu bearbeiten und voneinander zu profitieren.

 

Während man in Bad Neustadt marktrelevante Bildungskonzepte erarbeitet hat und mit dem Bürger-E-Mobil erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit betreibt, die auch andere Gemeinden übernehmen könnten, gilt es umgekehrt zu prüfen, ob Garmisch-Partenkirchener Konzepte – unter anderem das des E-Car-Sharings – in der unterfränkischen Modellstadt einsetzbar sind. Interessant ist dies vor allem, da Stationen, Fahrzeuge und Systeme bereits implementiert sind und in absehbarer Zeit verwertbare Daten vorliegen.

 

So könnten die Stationen am Bahnhof und an der dortigen Klinik zielgruppenscharfe Informationen liefern, die solche Einrichtungen an den entsprechenden Standorten in Bad Neustadt verbesserte Erfolgsaussichten ermöglichen. Wurde in Garmisch-Partenkirchen ein E-Car-Sharing-Konzept in Kooperation mit der Deutschen Bahn AG realisiert, könnte dies gegebenenfalls auch mit Partnern vor Ort umgesetzt werden. Weitere Überlegungen gehen in Bad Neustadt dahin, elektromobile Angebote für Touristen zu entwickeln. Hier arbeitet Garmisch-Partenkirchen an einer Internetplattform, die interessierten Touristen, aber auch allen Bürgern Informationen zu den Themen Gesundheit, Elektromobilität und Nachhaltigkeit verschafft.

 

Vor dem Hintergrund, dass die Bad Neustädter Modellkommune Bestandteil des Biosphärenreservats und zugleich ein herausragender Gesundheitsstandort ist, werden auch hier durchaus Aktivitäten gesehen, die kompatibel zu den Überlegungen in der Kreisstadt sind. Unter dem Strich haben alle Beteiligten ein positives Fazit zu dem ersten Arbeitstreffen dieser Form gezogen, da es beiden Modellkommunen zusätzliche Impulse und Hilfestellungen verleiht, erfolgreiche Projektarbeit zu betreiben.

 

Ein weiteres Thema des Arbeitstreffens war selbstverständlich die 5. Fahrzeugschau für Elektromobilität, die am 25. und 26. April auf dem Bad Neustadter Festplatz stattfinden wird. Wie im Vorjahr wird auch 2015 die Modellkommune Garmisch-Partenkirchen wieder nach Rhön-Grabfeld reisen, um bei der größten deutschen Messe für E-Mobilität als Aussteller bei dem Gemeinschaftsstand der Bayerischen E-Mobilitätsregionen präsent zu sein.

 

 

Quelle: Rhön- und Saalepost