14.10.2014 |Neemo macht den Abschluss

14.10.2014 |Bescheid für letztes Förderprojekt der Modellstadt für E-Mobilität eingetroffen

Foto: Heise

Nun hat das Technologietransferzentrum (TTZ) sein elftes und damit letztes Projekt unter Dach und Fach gebracht. Mit „Neemo“ sollen ein Konzept und die Technik für eine optimale Nutzung regenerativer Energieerzeuger und Speicher in Verbindung mit einem Elektrofahrzeug entwickelt werden. Das Vorhaben wird mit insgesamt 1,2 Millionen Euro gefördert.

 

Mit dem nun letzten Projekt, das aus dem Fördertopf für die drei bayerischen Modellstädte gespeist wird, seien jetzt insgesamt 13,7 Millionen nach Bad Neustadt beziehungsweise in die beteiligten Unternehmen und Einrichtungen geflossen, fasst Projektmanager Ulrich Leber zusammen. Darüber hinaus hat sich das TTZ erheblich ausgeweitet, inzwischen sind 36 Mitarbeiter in den drei Standorten Bad Neustadt, Würzburg und Schweinfurt beschäftigt.

 

An dem Projekt „Neemo“ sind außer dem TTZ in Bad Neustadt zwei Schweinfurter Unternehmen beteiligt: Das eine ist SenerTec, das sich in erster Linie mit Blockheizkraftwerken zur Kraft-Wärme-Kopplung beschäftigt, und die andere Firma maintronic, die unter anderem Steuerungselemente zur Gebäudeautomation entwickelt und vertreibt. Gemeinsam soll Grundlagenforschung und die Entwicklung einer Technik betrieben werden, um herauszubekommen, wie in einem privaten Haushalt, einem gewerblichen Unternehmen oder öffentlichen Gebäude verschiedene Komponenten regenerativer Energien unter Einbeziehung eines Elektrofahrzeugs miteinander verknüpft werden können, erklärt TTZ-Leiter Professor Ansgar Ackva. Dabei geht es um ein System, wie beispielsweise ein Blockheizkraftwerk, eine Photovoltaikanlage und oder auch eine thermische Solaranlage mit dem Speicher eines E-Mobils optimal abgestimmt werden können.

 

Ein solches System würde sich ausgezeichnet in die derzeitige Entwicklung auf dem Gebiet der dezentralen Stromversorgung einfügen, fährt der Wissenschaftler fort. Wenn einmal die Einspeisevergütung wegfällt, komme es darauf an, den eigenerzeugten Strom optimal zu nutzen. In Spitzenzeiten könne der in einer Photovoltaikanlage erzeugte Strom jedoch gar nicht verbraucht werden - „so viele Waschmaschinen kann man gar nicht laufen lassen“.

 

Der Strom könnte dann in einen Speicher fließen, etwa in einen Akku im Elektroauto. Das Auto werde nachts nicht benötigt, daher könnte der Strom nun wieder ins Haus zurückgeleitet werden. Das Ganze muss aber entsprechend gesteuert werden. „Und daran arbeiten TTZ, SenerTec und maintronic. Die Hoffnung ist, am Ende des Projekts könnte vielleicht ein marktreifes Produkt stehen und ein entsprechendes Beratungs-Know-How.

 

 

Quelle: Mainpost, Eckard Heise