18.09.2014 | Afrika interessiert sich für Elektromobilität

18.09.2014 | Experten aus Angola und Mosambik sind zum Thema erneuerbare Energien zu Gast in Rhön-Grabfeld

Organisiert wurde das Fachseminar vom Wirtschaftsministerium. In Sachen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und vor allem auch Elektromobilität hat das Ministerium geladene Gäste aus Afrika nach Bad Neustadt geschickt. Zehn Experten aus Angola und Mosambik sind nun in dieser Woche unterwegs, um aktuelle Entwicklungen zu beobachten und Anregungen mit nach Hause zu nehmen.

Als eine Stadt mit Geschichte, Tradition sowie hochmodernen Industrieunternehmen stellte Bürgermeister Bruno Altrichter Bad Neustadt vor. In der Jakob-Preh-Berufsschule waren die Gäste des Fachseminars aus Afrika zusammen mit Projektkoordinator Martin Strähle (bfz GmbH – Internationaler Bereich) vom Bürgermeister empfangen worden. Im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StWMET) führt der Internationale Bereich Hof der bfz gGmbH regelmäßig Fachseminare für ausländische Fach- und Führungskräfte in Bayern durch. Bei den Fachseminaren werden Kontakte zwischen bayerischen und ausländischen Firmen geknüpft, aber auch der Austausch mit privaten und öffentlichen Institutionen, wie Forschungszentren, Hochschulen und Weiterbildungszentren ist ein fester Bestandteil.

Die Delegation aus Mosambik und Angola interessierte sich zuvorderst über die Themen erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Bad Neustadt wurde bei der Gestaltung des Programms aufgrund der Kompetenz im Bereich Elektromobilität ausgewählt.

Die sechs Gäste aus Angola und vier aus Mosambik kommen aus unterschiedlichen Branchen. Darunter sind hochrangige Mitarbeiter und Vorstände aus Unternehmen der Energiebranche, der Verwaltung, der Bauwesens und der Landwirtschaft. Auch ein Mitarbeiter des Sozialamtes, der sich für die gesellschaftliche Wiedereingliederung von Ex-Militärs aus Angola einsetzt, ist derzeit in Bad Neustadt zu Gast. Allen gemeinsam waren die Interessen an Zukunftsthemen wie erneuerbare Energien und natürlich auch die Modellstadt für Elektromobilität. Besichtigt haben die zehn Gäste aus Afrika unter anderem Biogas- und Photovoltaikanlagen der Agrokraft GmbH.

In der Jakob-Preh-Berufsschule führte Schulleiter Kurt Haßfurter die Gäste durch die Räume und erläuterte zudem das deutsche Schulsystem. Besonders interessant fanden die Gäste die zukunftsweisenden Lehrpläne in einzelnen Berufen, auch im Hinblick auf das Zukunftsthema Elektromobilität. Letzteres stellten Dr. Jörg Geier (Kreisentwicklung im Landratsamt) sowie der Leiter des Technologietransferzentrums (TTZ) Professor Dr. Ansgar Ackva vor. Beim Rundgang durch das TTZ wurden die Projekte erläutert und ihre Bedeutung für den Automobilmarkt der Zukunft betont.

Erstaunt waren alle Referenten über das große Interesse sowie die stetigen Rückfragen der Gäste aus Afrika. Dolmetscherin Nina Gray aus Heidelberg hatte ob der Vielfalt der anspruchsvollen Themen scheinbar keine Mühe, die Gespräche ins Portugiesische und zurück ins Deutsche zu übersetzen.

In den kommenden Tagen erfolgt noch ein Besuch in Bamberg und in Nürnberg. Am Sonntag reisen die Gäste aus Afrika zurück in ihre Heimat.

 

 

Quelle: Rhön- und Saalepost, Stefan Kritzer