24.06.2013 | Anspruchsvolles für Anspruchsvolle

Barbara Stamm besucht mit Kollegen des Landtagspräsidiums Fertigungsgerätebau Steinbach

Foto: Gerlinde Partl

Auf Regionalbesuch in Unterfranken statteten Mitglieder des Präsidiums des bayerischen Landtags München zusammen mit der Landtagspräsidentin Barbara Stamm dem Fertigungsgerätebau FGB Adolf Steinbach einen Besuch ab. Mit dabei waren Abgeordnete sowie Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel und Dr. Paul Beinhofer, Regierungspräsident von Unterfranken.

 

Mit Landrat Thomas Habermann erwarteten auch die Bürgermeister Bruno Altrichter (Bad Neustadt), Bernhard Müller (Salz) und Willi Schmitt (Strahlungen) mit dem ehemaligen Landtagspräsidenten Johann Böhm die Landtagsmitglieder. Die Besichtigung der FGB In Salz war unter den Stichworten „Innovation und Forschung“ im Landkreis Rhön-Grabfeld einzuordnen.

 

Die Firma Steinbach ist weltweit in der Sparte Sondermaschinenbau tätig. Sie arbeitet eng mit Hochschulen und Forschungsunternehmen zusammen und ist ein gefragter Ansprechpartner für die Automobil-, die Luftfahrt-, Gummi- und Kunststoffindustrie. Beeindruckendes Beispiel für die effiziente Zusammenarbeit des Unternehmens mit anerkannten Forschungseinrichtungen ist der renommierte 3,6 Millionen teure Hexapod-Prüfstand.

 

Dieser wurde im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft von der FGB Steinbach für die Technische Universität Hamburg-Harburg entwickelt und soll helfen, Flugzeuge, Windkraft-Anlagen und Autos effizienter zu machen. So können mit der Anlage erstmals im universitären Umfeld mechanische Tests unter komplexen realitätsnahen Bedingungen auch an größeren Bauteilen aus Faserverbundstoffen durchgeführt werden. Darüber hinaus erhielt FGB bereits im September 2012 im Rahmen der Modellstadt Elektromobilität Bad Neustadt einen Zuwendungsbescheid für das Projekt „Generator X" vom bayerischen Wirtschaftsministerium.

 

In seiner Begrüßung freute sich Thorsten Steinbach, kaufmännischer Leiter der FGB, über die Gäste, deren Besuch er als Anerkennung für die Innovationskraft und die Entwicklungserfolge wertete. Steinbach erläuterte den Werdegang der FGB, die zur inhabergeführten Steinbach-Gruppe in der bereits sechsten Generation gehört. Insgesamt werden rund 600 Mitarbeiter in zwei Sparten beschäftigt: zum einen im Bereich Baustoffe, Straßen- und Tiefbau mit Umwelttechnik und zum anderen im Sondermaschinenbau.

 

Alleine die FGB erwirtschaft jährlich einen Umsatz von zirka 17 Millionen Euro. Wollte man alle Aktivitäten auf einen Nenner bringen, so Steinbach, könnte man sicherlich sagen: „Wir bauen anspruchsvolle Maschinen für zum Teil auch sehr anspruchsvolle Kunden.“

 

Der eigentliche Grund des hohen Besuchs aus München war wohl der Projektantrag „Generator X“, der nach Aussage des Ministeriums damals der „beste und schnellste Antrag“ gewesen war, worüber man bei der FGB auch stolz und dankbar für die im gleichen Atemzug bereitgestellten Fördermittel sei.

 

Seit September vergangenen Jahres beschäftigt sich die FGB intensiv mit diesem Projekt: Dazu waren einige Komponenten der Kleinwindkraftanlage vor dem Eingang zum Firmengebäude aufgebaut worden, welche Teil des Vorhabens sind. Gegenstand der Untersuchung sei eine rein regenerative Wirkkette zum Betreiben eines E-Mobils, angefangen bei der Kleinwindkraftanlage, die ihrerseits einen Energiespeicher füllt und mit einer Ladesäule verbunden das Fahrzeug mit Energie versorgt, erläuterte Steinbach.

 

 Quelle: Rhön- und Saalepost, Gerlinde Partl