15.10.2013 | Berufsschule mit Bestausstattung

Elektromobilität bringt Jakob-Preh-Schule Laboreinrichtungen für 520 000 Euro

Bild: Karin Nerche-Wolf

Kurt Haßfurter, der Leiter der Jakob-Preh-Berufsschule, machte in der Sitzung des Kreisausschusses einen zufriedenen Eindruck. Das Gremium tagte im neugestalteten Turmzimmer seiner Schule, deren energetische Sanierung unter anderem durch den Austausch der Fenster und der Umstellung von Elektroheizung auf Fernwärme nahezu beendet ist. Derzeit wird gerade noch das Dach über den Werkstätten gedämmt.

Rund 5,5 der geplanten 6,7 Millionen Euro Bausumme sind inzwischen verbaut, so Kreisbaumeister Herbert Bötsch. Obwohl es sich dabei nicht um eine Generalsanierung handle, seien in diesem Zug trotzdem inzwischen rund 60 bis 70 Prozent der Klassenräume mitsaniert worden.

Insgesamt liegen nach Angaben von Bötsch die Ausgaben bisher leicht unter dem Ansatz, sodass der Wunsch von Haßfurter gute Chancen habe, den Eingangsbereich der Schule repräsentativer zu gestalten. Unter anderem wegen des in der Berufsschule untergebrachten TTZ kämen ja ziemlich viele Besucher in die Schule. Ein verständlicher Wunsch aus der Sicht von Landrat Thomas Habermann. Der Eingangsbereich sei wichtig, wegen des TTZ kämen ja auch viele Vertreter aus der Wirtschaft in die Schule.

Die Gestaltung des Eingangsbereichs ist für 2014 geplant, erklärte Kreisbaumeister Bötsch. Dann sei auch klar, was an Geld noch übrig sei und was zusätzlich gemacht werden könne. Zur Anregung von Kreisrat Hartmut Rausch, im Empfangsbereich der Schule gleich darauf hinzuweisen, was hier alles gemacht wird, erklärte Haßfurter, dass man sich im Qualitätszirkel der Schule darüber bereits Gedanken gemacht habe.

Zur Frage von Birgit Zirkelbach, was denn aus der einst vorgesehenen Photovoltaikanlage auf der Schule geworden sei, erklärte Bötsch, dass man angesichts der dafür nötigen großen Investition und der Fördersituation davon Abstand genommen habe. Allerdings, so Schulleiter Haßfurter werde man eine kleinere Anlage installieren, die für die Ausbildung Elektromobilität nötig sei.

Auch mit der Zusammenarbeit mit M.E.Nes im Haus ist Haßfurter sehr zufrieden. Die habe dazu geführt, dass die Bad Neustädter Schule zu den bestausgestatteten Schulen in der Bundesrepublik gehöre, denn über einen Förderantrag sei es möglich geworden Lehr- und Lernmittel für das Fach Elektromobilität im Wert von 520 000 Euro zu bekommen.

So sei es beispielsweise für die Schüler möglich Hybrid- und Brennstoffzellentechnik am Objekt zu erproben. Bei einem Tag der offenen Tür soll diese Möglichkeit vorgestellt werden. Die Zusammenarbeit mit Professor Ansgar Ackva, sei „vom Feinsten“ so Haßfurter. Drei seiner Ingenieure würden auch an der Berufsschule unterrichten.

 

Quelle:Mainpost, Hubert Herbert