18.06.2013 | Bundestagsabgeordnete informieren sich über die Arbeit der Ersten Bayerischen Modellstadt für Elektromobilität

Bildunterschrift (v.l.n.r.): MdB Andreas Jung, MdB Dorothee Bär, Landrat Thomas Habermann, Bürgermeisterin Birgit Erb, Ulrich Leber, Bürgermeister Josef Demar, Bianca Benkert, Dr. Jörg Geier, Prof. Dr. Ansgar Ackva, Sebastian Martin, Kurt Haßfurter und Steffen Vogel

Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär besuchte gemeinsam mit ihrem Kollegen Andreas Jung, dem fraktionspolitischen Sprecher der Unionsparteien im Deutschen Bundestag,  Bad Neustadt an der Saale, um sich vor Ort einen Eindruck von den Projekten rund um die E-Mobilität zu machen.

 

In seiner Begrüßung betonte Bürgermeister Bruno Altrichter, dass sich die Modellstadt nicht mit Flottenversuchen befasse, sondern vielmehr mit industrieller Forschung und Bildungsprojekten beschäftige. Dies sichere Arbeitsplätze und die Qualität des Wirtschaftsstandortes.

 

Dorothee Bär, die sich von Beginn an der Initiative beteiligt hat und als Beisitzerin im Förderverein M-E-NES e.V. fungiert, erinnerte an die Anfänge der Entwicklung. Fachlich zunächst vom Stadtwerkschef Ullrich Leber und Kreisentwickler Dr. Jörg Geier bearbeitet,  ermöglichte der erste Förderbescheid von Seiten des Freistaates die Erweiterung des Teams um ein dreiköpfiges E-Mobilitätsmanagement, um das Vorhaben konzentriert angehen zu können. Projektmanager Sebastian Martin, Bildungsexperte Klaus Saar und Team-Assistentin Bianca Benkert kümmern sich seit Ende 2011 hauptamtlich um die erfolgliche Projektentwicklung vor Ort.

 

Projektmanager Martin nutzte die Gelegenheit des ersten Fachbesuches aus Berlin, um die regionalen Aktivitäten zu erläutern, die sich im Spannungsfeld zwischen E-Mobilität und Energiewende bewegen. Besonders der Mittelstand bringe sich mit innovativen Ideen bereitwillig ein. Besonders hervorstechend im Rahmen der Modellstadtaktivitäten ist hierbei das Engagement der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, die seit Januar 2012 einen Standort in Bad Neustadt unterhält. Dass so genannte Technologietransferzentrum beschäftigt inzwischen 29 Mitarbeiter, wie Prof. Dr. Ansgar Ackva, seit August 2012 Leiter der Einrichtung, erläuterte.

 

Die Landtagskandidaten Steffen Vogel und Josef Demar sowie Bezirkstagskandidatin Birgit Erb nutzten die Gelegenheit, sich ebenfalls einen Überblick zu machen, da das Thema nicht nur die Bundespolitik, sondern auf die Ebenen der Landespolitik und der Bezirkspolitik beschäftige.

 

Der aus Konstanz stammende Andreas Jung lobte sichtlich beeindruckt die erfolgreiche Entwicklung in Bayerns Vorzeigemodellkommune. Elektromobilität sei ein bedeutender Baustein der Energiewende, insofern sei es sinnvoll, etwa durch steuerliche Anreize, die Attraktivität zum Kauf alternativer Fahrzeuge zu steigern. Vor allem auch für den ländlichen Raum, wo der Individualverkehr wesentlich ausgeprägter ist als im ÖPNV-starken Verdichtungsräume, müssen neue Mobilitätsformen entwickelt und protegiert werden.

 

 

Landrat Thomas Habermann wies darauf hin, dass die Zuordnung der Projekte mitunter schwierig sei und der regionale Mittelstand sowie die Aktivitäten der Hochschule vor Ort maßgeblich dafür verantwortlich seien,  das vom Fördermittelgeber geforderte Innovationspotential zu erarbeiten. Prof. Dr. Ackva mahnte vor allem die Großindustrie an, sich intensiver mit dem globalen Markt zu befassen. Es sei wichtig, sich am internationalen Stand der Technik zu orientieren und vor Ort konkurrenzfähige Ideen und Konzepte zu entwickeln, wolle man mittel- und vor allem langfristig erfolgreich sein.  

 

 Text: Dr. Jörg Geier, LRA