15.09.2012 |Busbahnhof-Neubau im Plan

Bauausschuss vor Ort – 10 000 Euro Mehrkosten für sicherere provisorische Haltestellen

Alles im Lot: Die Arbeiten am neuen Busbahnhof sind aufwendig kommen aber gut voran. Darüber ließ sich jetzt auch der Bad Neustädter Buausschuss informieren.

Die Stadt Bad Neustadt will ihren Beitrag leisten, den öffentlichen Personennahverkehr attraktiver zu machen und will für künftige Anforderungen in diesem Bereich gerüstet zu sein. Aus diesen Gründen entsteht derzeit für die nicht gerade geringe Summe von 3,4 Millionen Euro ein neuer Busbahnhof. Über den aktuellen Baufortschritt an der größten Baustelle der Stadt ließen sich jetzt die Mitglieder des Bauausschusses informieren.

Dabei gab es gute Nachrichten zu hören. Das Bauvorhaben ist im Plan. So hält Stadtbaumeisterin Barbara Stüdlein an ihrem „sportlichen Ziel“ fest, dass der neue Busbahnhof noch in diesem Jahr fertig werden könnte. Entscheidend dafür dürfte der Zeitpunkt des Wintereinbruchs sein, erläuterte Planer Robert Zehe.

Wie er berichtete, kommen die Arbeiten gut voran, auch wenn derzeit noch wenig zu sehen sei. Der Bau der großen Fundamente sei weitgehend abgeschlossen. Demnächst könne mit dem Bau des Technik- und des Elektromobilitätsgebäudes begonnen werden. Die Verlegung der Leerrohre für die Elektromobilitätsleitungen sowie der Kanal- und Gasleitungen sei recht aufwendig. Zehe geht davon aus, dass in der letzten Septemberwoche mit dem Bau der Stützen für die Dachkonstruktion des rund 1000 Quadratmeter großen Solardaches begonnen werden kann.

Drei Wochen später sollen dann die ersten Halteplätze für die Busse entstehen, die zunächst als Zufahrt für die Parkplätze dienen, bis die eigentliche Zufahrtsstraße entsprechend erneuert ist. Diese Arbeiten sollten, so Zehe, bis zum Wintereinbruch abgeschlossen sein.

Bürgermeister Bruno Altrichter erläuterte noch einmal die Hintergründe des Großprojektes. Er zeigte sich überzeugt, dass die Stadt mit dem neuen Busbahnhof nicht nur den aktuellen, sondern auch den künftigen Anforderungen des Busverkehrs gerecht wird. Altrichter verwies in diesem Zusammenhang auf umfangreiche Vorplanungen, Fahrversuche und intensive Beratung durch Fachleute. Die Stadt wolle mit dem neuen Busbahnhof und dem Komfort, den dort zum Beispiel eine digitale Fahrgastinformation biete, mehr Akzeptanz für den öffentlichen Nahverkehr in der Zukunft schaffen.

In eine andere Richtung, aber ebenfalls in die Zukunft blickte Stadtbaumeisterin Barbara Stüdlein. Sie lenkte den Blick der Ausschussmitglieder auf die Falaiser Brücke. Mit dem Abschluss der Arbeiten am Busbahnhof könnte im nächsten Jahr die Sanierung der Brücke und des Stadteingangs an der Salzpforte bis zur Hohnstraße beginnen. Es sei davon auszugehen, dass die Brücke einige Zeit gesperrt wird, da sowohl ein neuer Belag wie auch ein neues Geländer angebracht werden müssen.

Neben den guten Nachrichten über den Baufortschritt musste der Bauausschuss auch noch eine weniger erfreuliche hinnehmen. Das Projekt wird 17 000 Euro teurer als geplant. Zum einen wurden beim Abriss der alten Überdachungen zusätzliche Baumaterialien festgestellt, womit sich die Entsorgung um etwa 7000 Euro verteuerte. Zum andern wurde zur Erhöhung der Sicherheit der Fahrgäste beschlossen, die Wartebereiche am provisorischen Busbahnhof etwas anzuheben. Dafür fielen Mehrkosten in Höhe von 10 000 Euro an.

Den Auftrag für die Elektroarbeiten am Busbahnhof vergab der Bauausschuss an das Überlandwerk Rhön für 159 000 Euro.

Quelle: Mainpost