12.11.2013 | Car-Sharing: Eine Runde drehen im Elektroauto

Gemeinde Sulzfeld bietet zusammen mit Bad Neustädter Autohaus eine Woche lang umweltschonendes Fahrvergnügen

Auf reges Interesse ist die Idee vom E-Car-Sharing gestoßen

E-Car-Sharing hat nichts mit Computer oder komplizierten Zahlenwerken zu tun, E-Car-Sharing bedeutet: Elektroauto – gemeinsam benutzen. Das will die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Autohaus Vorndran aus Bad Neustadt in Sulzfeld auf die Beine stellen. Ein E-Car-Sharing-System, das die Stellung als zukunftsorientierte und Neuem gegenüber aufgeschlossene Gemeinde unterstreichen und ausbauen möchte.

Die Idee des Systems besteht darin, dass mehrere ein Elektro-Fahrzeug gemeinsam nutzen können, um zum einen Energie einzusparen und günstig ein Fahrzeug gebrauchen zu können. Nachdem die Nachfragen in der Bevölkerung noch gering sind und viele das System nicht richtig umsetzen können, bietet die Gemeinde Sulzfeld eine Testwoche an, in der die Bürgerinnen und Bürger die Autos nutzen und vor Ort sehen können, welche Möglichkeiten Elektroautos mittlerweile bieten.

Vom 11. bis einschließlich 15. November können die Bewohner der Gemeinde das Angebot in Anspruch nehmen. In dieser Woche stellt die Firma Vorndran drei Fahrzeuge vom Typ Renault Z.E. ZOE zur Verfügung, die nach Herzenslust ausprobiert und gefahren werden können. Buchen kann man die Autos bei Bürgermeister Jürgen Heusinger, Tel. (01 73) 27 89 372, bei Alfons Kalke unter Tel. (0 97 61) 39 80 71 und bei Jürgen Dill-Schilling unter Tel. (01 52) 29 15 50 67. Bei der Übergabe der Schlüssel gibt es jeweils eine kurze Einweisung zum Führen des Fahrzeugs.

Bürgermeister Heusinger zeigt sich begeistert von der Möglichkeit des E-Car-Sharing in der Gemeinde und sieht darin eine Möglichkeit, einen Mehrwert für die Bevölkerung anzubieten. Zum einen könne man kostengünstig ein Auto ausleihen, zum anderen schone man die Umwelt und, was für Haushalte ganz wichtig sei, den Geldbeutel, erklärt Heusinger, der selbst ein begeisterter Elektroautofahrer ist.

Auch Gemeinderat Alfons Kalke würde sich freuen, wenn viele das Angebot nutzen würden, „je mehr mitmachen, je eher lässt sich so ein Konzept umsetzen“, betont der engagierte Gemeinderat. Die Idee zieht langsam Kreise in der fortschrittlichen Gemeinde und so haben sich am Samstag eine ganze Reihe von Interessierten eingefunden, um eine Runde in den Elektroautos zu drehen.

Familien, die ein Zweitfahrzeug nur für gelegentliche Einkaufs- und Besorgungsfahrten nutzen, könnten sich durch dieses System die Anschaffungskosten sowie die laufenden Kosten für ein eigenes Fahrzeug sparen. Ein gutes Beispiel ist Bürgermeister Heusinger selbst, der bei den derzeitigen Strompreisen rund 250 Euro ausgeben muss, um mit dem Elektroauto 20 000 Kilometer weit zu kommen. Wie weit kommt man bei den heutigen Spritpreisen mit 250 Euro? Das vorgesehene Leasingkonzept sieht vor, dass sich die Nutzer im Vorfeld durch eine Mitgliedschaft anmelden müssen. Diese Anmeldung ist kostenfrei, jedoch mit einer einmaligen Kaution versehen. Über ein noch zu definierendes System muss man die Leasingfahrzeuge im Vorfeld buchen und bezahlt pro Zeiteinheit und/oder gefahrenem Kilometer einen bestimmten Betrag. In diesem Betrag sind sämtliche Kosten, auch eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung, inbegriffen, so dass Mitglieder die Fahrzeuge ohne etwaige spätere Probleme nutzen können.

Am Samstag, 16. November, um 13 Uhr findet im Haus des Gastes eine Infoveranstaltung statt, die von der Firma Vorndran gehalten wird und in der über die Möglichkeiten und Kosten eines E-Car-Sharings berichtet wird. Hier können Fragen gestellt und die mögliche Umsetzung für Sulzfeld besprochen werden.

Quelle: Mainpost, Thomas Hälker