12.12.2013 | Die E-Mobilität trägt Früchte

130 Arbeitsplätze und wachsende Bekanntheit Rest

Nach und nach werden die Auswirkungen der Modellstadt für E-Mobilität auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Zwar vollziehen sich die meisten Arbeiten hinter verschlossenen Türen in Versuchslaboren und Entwicklungsabteilungen, doch gibt es auch sichtbare Zeichen des Programms. Das Ausmaß beschrieb Jörg Geier von der Abteilung Wirtschaftsförderung des Landratsamts mit dem Hinweis, dass die elf Projekte mit einem Fördervolumen von 15 Millionen Euro unterstützt werden.

In seinem Zwischenbericht zum Stand des Förderprojekts erläuterte Geier den Mitgliedern des Kreisausschusses die Einzelinitiativen, von denen das umfangreichste der Aufbau des Technologietransfer-Zentrums (TTZ) ist, das allein ein Drittel der Fördermittel an sich bindet. Der Rest verteilt sich auf Firmenprojekte etwa der Jopp GmbH, der Firma FGB Steinbach und anderer Unternehmen sowie auf verschiedene Bildungseinrichtungen etwa der FH Würzburg/Schweinfurt und der Berufsschule.

Eine Befragung unter den beteiligten Arbeitgebern im Landkreis im November 2013 habe ergeben, dass inklusive des TTZ seit 2010 in Bad Neustadt und Salz 130 neue Arbeitsplätze im Zusammenhang mit dem Thema E-Mobilität entstanden sind. Als Folgen sieht Geier zudem die „Erschließung eines künftigen Arbeits- und Wirtschaftszweigs für unsere Region“. Darüber hinaus steige die überregionale Bekanntheit als High-Tech-Standort. Vor allem sieht er eine Verbesserung des Bildungsstandortes durch die Gründung der Fachschule für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität, die von weit überregionaler Bedeutung sei.

Darüber hinaus wird die Modellstadt durch ein Projektmanagement begleitet, das beispielsweise Förderanträge bearbeitet, Öffentlichkeitsarbeit wahrnimmt und überregionale Aktivitäten steuert. Beispielsweise wurde ein dreiminütiger Film erstellt, in dem die Modellstadt mit seinen Aktivitäten auf dem Gebiet der Elektromobilität vorgestellt wird. Der Streifen lief erst vor geraumer Zeit bei der Elektrofahrzeugmesse in München, den nun auch die Mitglieder des Kreisausschusses zu Gesicht bekamen. Die Mandatsträger forderten daraufhin, dass der Film unbedingt in den Schulen der Umgebung gezeigt werden müsse.

Das Management verursacht aber auch Kosten, die voraussichtlich bei über eine halben Million Euro liegen und durch Fördermittel nur teilweise gedeckt seien, setzte Geier seine Präsentation fort. Der Kreisausschuss stellte auf Antrag Geiers einen Zuschuss von maximal 160 000 Euro zur Verfügung. Enorme Impulse hat die Modellstadt aber vor allem auf dem Bildungssektor, fuhr Geier fort. Neben der Fachschule soll ein weiteres Angebot zur Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Elektromobilität aufgebaut werden. Das Lehrprogramm wendet sich beispielsweise an Studenten, Schüler, Facharbeiter und Meister, die ein anerkanntes Zertifikat erwerben können. Das Vorhaben soll Anfang des nächsten Jahres umgesetzt werden und benötigt noch finanzielle Unterstützung. Der Kreisausschuss gewährte eine Förderung von 25 000 Euro.

Quelle: Mainpost, Eckhard Heise