Die Zukunft ist elektrisch!

3. Fahrzeugschau Elektromobilität in Bad Neustadt zog Besucherscharen an / Viel Lob für die 1. Bayerische Modellstadt für Elektromobilität / Erste e-mobile Staffelfahrt mit 92 Teilnehmern / Staatsminister Zeil brachte zur Eröffnung zwei Förderbescheide mit.                                                                                                                                                                                                                          

Es surrte und summte am letzten Aprilwochenende auf dem Bad Neustädter Festplatz wie in einem Bienenstock. Doch in den Saalewiesen hatte sich kein Schwarm Honigproduzenten eingefunden, sondern eine Vielzahl von Elektrofahrzeugen aller Art. Tausende Besucher nutzten bei der 3. Fahrzeugschau Elektromobilität in Bad Neustadt die Gelegenheit, im wahrsten Sinne des Wortes zu „erfahren“, wie man in Zukunft mobil ist. Nämlich mit strombetriebenen Fahrzeugen, flüsterleise und umweltfreundlich, weil völlig schadstofffrei.  

 

Elektrofahrzeuge für jede Gelegenheit:

Und so schnurrten und sausten vor der Kulisse des soeben eröffneten und hochmodernen Busbahnhofs mit E-Bike-Center eine Vielzahl von „Stromern“ in Farben, Formen und Ausstattungen umher, probe gefahren von den begeisterten Besuchern, die scheinbar nun jede Scheu vor dieser neuen Antriebstechnik verloren haben. Beeindruckt zeigte man sich auch von der breiten Palette an Elektrofahrzeugen. Ob für Beruf, Freizeit oder für Gewerbe und Industrie: für alle Gelegenheiten gibt es inzwischen ein elektrisch betriebenes Gefährt. Und so spannte sich der Bogen bei der dritten Fahrzeugschau Elektromobilität von einem sehr exklusiven Ausstellungsstück, dem ersten elektrisch betriebenen noch kutschenähnlichen „Columbia Electric Runabout“, gefahren von US-Präsident Theodore Roosevelt im Jahr 1903 höchstpersönlich, über E-Bikes, E-Trikes, E-Tandems und E-Motorrädern bis zu E-Autos vom Cityflitzer bis zur Reiselimousine und sogar Nutzfahrzeugen. Wie einfach und schnell das Laden der Batterien funktioniert, konnten die Besucher der Ausstellung ebenso live bei mehreren Anbietern erleben.

  

Konzept aufgegangen:

Über das nochmals deutlich gestiegene Interesse bei den Besuchern freuten sich nicht nur die Aussteller, sondern auch das Projektbüro M-E-NES als Veranstalter. Trotz des völlig verregneten ersten Ausstellungstages verzeichneten Sebastian Martin und Bianca Benkert wesentlich mehr Besucher auf dem um ein gutes Drittel größeren Ausstellungsgeländes. In einer gelungenen Mischung aus Messe und Familienfest bot der weitläufige Festplatz den idealen Rahmen für die Fahrzeugschau. Umrahmt waren die professionellen Präsentationen von Autohäusern, Herstellern und Zulieferern von gleich drei lebhaft nachgefragten Parcours für Twizys, E-Motorräder und E-Bikes.  Für die gute Stimmung sorgten die Nachwuchsbands der Region und für das frühlingshafte Ambiente die örtlichen Gärtnereien. Hüpfburg, Kinderschminken und Verpflegung rundeten das Angebot für jedes Alter ab. „Die Aussteller haben unsere Organisation sehr gelobt und hatten kaum Verbesserungsvorschläge“, betonte Projektleiter Sebastian Martin. Sie seien von den sehr guten Gesprächen mit den hochinteressierten und konkret nachfragenden Besuchern begeistert gewesen und erhoffen sich nun auch ein starkes Nachmessegeschäft, angekurbelt durch die attraktiven Messepreise, die zur Fahrzeugschau gewährt wurden.

  

Förderbescheide vom Minister:

Voll des Lobes für das Engagement der 1. Bayerischen Modellstadt für Elektromobilität zeigte sich zur Eröffnung auch Schirmherr Staatminister Martin Zeil, den Bürgermeister Bruno Altrichter bereits zum zweiten Mal in Sachen Elektromobilität in Bad Neustadt begrüßen durfte. Die neue Antriebstechnik sei eine Revolution in der Autoindustrie. Das Autoland Bayern spiele deshalb auch zu Recht eine wichtige Rolle in diesem Entwicklungsprozess. Und Bad Neustadt sowie die ganze Region engagiere sich nach den Worten des Ministers hier vorbildlich. „Da wird was Gutes draus“, unterstrich Staatsminister Zeil zufrieden. Im Gepäck hatte der hohe Politiker auch gleich zwei Förderbescheide für die Unternehmen BMZ und Jopp.

  

Chancen für den Nachwuchs:

Große Hoffnungen legt auch Thomas Habermann, Landrat des Landkreises Rhön-Grabfeld, in die Dynamik dieser jungen Branche. Die Elektromobilität bringe neue Impulse für Handwerk und Industrie und dank des innovativen Ansatzes und dem neuen Technologie-Transfer-Zentrum in Bad Neustadt werde man hoffentlich auch viele junge Leute für eine Ausbildung und späteren Arbeitsplatz in der Region halten. Eigens zum Thema Nachwuchs hatte das M-E-NES Projektbüro erstmals am Vorabend der Fahrzeugschau Schülerinnen und Schüler zu einem Berufsinformationsabend in die Stadthalle eingeladen. In Kurzvorträgen und anschließender Diskussion konnten sich die jungen Leute mit Führungskräften aus Industrie und Schulen aus erster Hand Anregungen für ihre berufliche Zukunft holen.

  

Flüsterleise Mainfranken durchquert :

Dem ungemütlichen Wetter zum Trotz fand zum Auftakt der Fahrzeugschau auch die angekündigte erste e-mobile Staffelfahrt mit rund 50 Elektrofahrzeugen und 92 Teilnehmern quer durch Mainfranken statt. Die bunte Mischung aus Weinköniginnen, Landtags- und Bundestagsabgeordneten, Landräten, Bürgermeistern, Vertretern schulischer Einrichtungen bis hin zu einem Pfarrer zeigte damit anschaulich, dass die Stromer längst alltagstauglich sind und auch weitere Strecken komfortabel bewältigen. „Die Idee der e-mobilen Staffelfahrt ist bereits im Vorfeld hervorragend angekommen und hat ganz Mainfranken begeistert“, unterstrich Sebastian Martin.

 

Neue Überraschungen bei der vierten Auflage:

Ob die e-mobile Staffelfahrt im nächsten Jahr eine Fortsetzung findet, steht noch nicht fest. „Wir denken uns auf jeden Fall wieder ein Programm voller Höhepunkte und Neuheiten aus“, versprach die Projektleitung.

 

Quelle: textDesign, Tonya Schulz