01.08.2012 | Die Zukunft liegt in einer Nische

Delegation der FDP mit Landtagsabgeordneten aus drei Bundesländern zu Besuch

Was läuft in Sachen Elektromobilität: Nach den Gründen interessieren sich nun auch liberale Landespolitiker für die Modellstadt.

Das Interesse an der Modellstadt für Elektromobilität wächst zusehends. Nachdem sich vor wenigen Tagen zwei grüne Landtagsabgeordnete über die Aktivitäten auf dem Gebiet informierten, zog jetzt die FDP nach, die gleich mit einer 15-köpfigen Delegation aus Landtagsabgeordneten Bayerns, Thüringens und Hessens in Bad Neustadt Station machte.

Bürgermeister Bruno Altrichter hieß die Politiker willkommen und stellte kurz die unternehmerische Situation der Stadt vor, die für die Modellstadt beste Voraussetzungen biete. Jörg Geier vom Landratsamt betonte, dass Bad Neustadt nicht im Strom der Aktivitäten um die Elektromobilität mitschwimmen wolle, sondern sich auf Nischen konzentriere, die von der Konkurrenz nicht besetzt seien.

Projektmanager Sebastian Martin stellte anschließend die einzelnen Projekte vor, die im Rahmen der Modellstadt besonders intensiv verfolgt werden und für die eine Förderung beantragt wurde. Neben den Aktivitäten der ansässigen Industriebetriebe führte er dabei unter anderem Entwicklungen im Ausbildungsbereich auf, der ihm besonders am Herzen liege. Gerade für den Ausbau des Lehrbereichs Elektromobilität könnte die Stadt noch politische Unterstützung gebrauchen, wandte er sich an seine Gäste. Der bayerische Landtagsabgeordnete Karsten Klein erwiderte, dass er mit der Bitte im Grunde an der richtigen Adresse sei. Er erinnerte daran, dass ihr Spitzenmann im Kabinett, Martin Zeil, im Grunde genommen Energieminister ist, da das Gebiet in sein Ressort falle.

Insbesondere interessierten die liberalen Politiker die Aktivitäten auf dem Gebiet der Energiespeicherung. Dazu konnte Martin auf gleich mehrere hiesige Unternehmen verweisen, die sich mit spezifischen Aspekten der Thematik auseinandersetzen. Doch nicht nur die Wirtschaft der unmittelbaren Umgebung sei eingebunden, Kontakte bestehen auch zum Beispiel mit Thüringen, warf Professor Ansgar Ackva ein, der am 1. August die Stiftungsprofessur der FH Würzburg-Schweinfurt im Technologietransferzentrum antritt. Seinen künftigen Arbeitsbereich stellte der Wissenschaftler nach der Gesprächsrunde im Rathaus anschließend direkt vor Ort vor, ehe die Gäste Richtung Kreuzberg aufbrachen.

 

Quelle: Mainpost

Foto: Heise