13.06.2012E-Mobilität zum Anschauen, Anfassen, Ausprobieren

Zweite Fahrzeugschau der Elektromobile vom 6. bis 8. Juli findet diesmal auf dem Bad Neustädter Festplatz statt

"Altrichter gegen Altrichter“ heißt es bei der zweiten Fahrzeugschau Elektromobilität vom 6. bis 8. Juli in Bad Neustadt. Das Stadtoberhaupt tritt zum Duell gegen seine Ehefrau an – auf dem Sattel. Das Wettrennen auf dem Fahrrad ist Teil des Rahmenprogramms der Veranstaltung, die schon im vergangenen Jahr großen Anklang gefunden hat.

Zwei große Änderungen stehen dabei ins Haus: Es gibt zwar wieder ein Rennen „Stromer gegen Verbrenner“, diesmal aber nicht auf dem Grasberg, sondern direkt vor der Tür unter der Falaiser Brücke; und die Fahrzeugschau ist nicht mehr auf dem Markt, sondern auf dem Festplatz.

Schon jetzt kann Projektmanager Sebastian Martin eine noch buntere Palette an Elektrofahrzeugen als bei der Premiere ankündigen, womit sich auch der Ortswechsel erklärt. Inzwischen müssen die Hersteller und Händler nicht mehr überredet werden, einen Stand aufzubauen, sondern sie erkundigen sich, ob sie mit von der Partie sein dürfen. Mit dabei sind auch die wieder die Formula-Students mit ihren flüsternden Boliden.

Das junge Publikum soll diesmal noch stärker im Fokus stehen. So wird ein spezielles Informationsprogramm am Freitagvormittag eingerichtet. Ferner ist ein Treffen der Elektromobilisten angesagt, Livemusik, Gewinnspiel und eine Prämierung der Elektrofahrzeuge sind angesagt.

„Wieder ein Stück weiter“, freut sich daher auch Bürgermeister Bruno Altrichter. Damit meint er aber nicht nur die Größe der Fahrzeugschau, sondern auch, dass die Elektromobilität inzwischen immer mehr Verbreitung findet. Der Landkreis soll ja bereits eine zehnmal höhere Dichte an Elektrofahrzeugen haben als der Rest der Republik.

Hubert Büchs, Vorsitzender des Fördervereins M-E-NES, ist sich auch sicher: „Die Zukunft ist elektrisch“. Besonders freut er sich aber wieder auf das Rennen, an dem acht Fahrzeuge teilnehmen. Die Bad Neustädter „Avus“ werde somit sicherlich viele Zuschauer anziehen.

Landrat Thomas Habermann nahm den Ball auf und versprach lachend, ein Stück vom Original mitzubringen. Er habe in den nächsten Tagen in Berlin zu tun, und dann werde er ein Stück aus der Asphaltdecke herausschneiden. Da habe er aber Glück, ergänzte Büchs, er brauche nicht einmal kriminell zu werden, die Strecke werde zurzeit erneuert und dann bekäme er vielleicht vollkommen problemlos einen Brocken aus der Fahrbahn.

Letztendlich sei es aber egal, ob er das Versprechen einlösen kann, „Hauptsache ist, die Leute kommen“. Er betrachte das Ereignis als Teil der Öffentlichkeitsarbeit. Oft werde kritisiert, dass von der „Modellstadt Elektromobilität“ nichts zu sehen ist. Aber der Ansatz sei nun einmal ein anderer und richte sich vor allem auf die Förderung der Bildung und Austausch mit der Wirtschaft, was in der Öffentlichkeit nicht so leicht darstellbar sei. Sebastian Martin kündigte aber demnächst eine Präsentation aller Projekte an, mit denen in München schon Eindruck gemacht werden konnte.

 

Quelle: Mainpost