20.01.2014 | Elektroautos für saubere Zukunft

TTZ-Leiter Professor Ansgar Ackva hielt Vorlesung in der KinderUni

Neugierig: Professor Ansgar Ackva zeigte den Studenten der KinderUni, wo und wie das städtische Elektroauto aufgeladen wird.

Das haben die rund 60 Studenten der KinderUni Bad Neustadt vielen Bürgern jetzt voraus: Sie haben eine Vorlesung bei Professor Ansgar Ackva, dem Leiter des Technologie Transferzentrums Elektromobilität Bad Neustadt (TTZ-EMO) gehört und so viel über Elektrofahrzeuge erfahren, dass sie ihren Eltern eine Menge erzählen können.

Auch wenn einige der jungen Studenten schon berichten konnten: „Wir haben auch ein Elektroauto“ oder strahlten: „Ah, ein Tesla“, verfolgten sie in der letzten Stunde des Wintersemesters aufmerksam die Zusammenhänge rund um die Frage „Gibt es in 20 Jahren nur noch Elektroautos?“

Warum und wofür die Menschen Autos brauchen, das hatten die Kinder schnell beantwortet. Wie die Fortbewegung früher funktionierte – mit Nutztieren oder windbetriebenen Segelschiffen – , das fanden sie recht eindrucksvoll, ebenso die vielen Möglichkeiten Energie zu gewinnen, mit der Autos und andere Fahrzeuge in Bewegung gesetzt werden.

Einige Finger reckten sich zur Problematik, die die Verbrennung von Erdöl als Benzin oder Diesel mit sich bringt: Die Luft wird verschmutzt, Nachrichten vom Smog in China hatten bereits die Acht- bis 13-jährigen Studenten mit Besorgnis erfüllt. Professor Ackva zeigte ihnen auch Bilder vom diesjährigen Hochwasser in Passau mit dem Hinweis, dass die Öl-Verbrennung das Klima verändert habe.

Als Konsequenz ist man seit einigen Jahren auf der Suche nach sauberen Autos, die mit Strom aus erneuerbaren Energien (Wind oder Sonne) fahren. Schick sehen die Modelle aus, davon überzeugten die gezeigten Aufnahmen die jungen Studenten. Einige „Experten“ unter ihnen wussten, warum es trotz der Umwelt-Vorteile derzeit nur relativ wenige Elektroautos gibt: Weil sie sehr teuer sind, die Reichweite nicht allzu groß ist, es noch wenig Elektro-Tankstellen gibt und das Aufladen Zeit braucht.

All diese Nachteile sollen in den nächsten Jahren so weiterentwickelt werden, dass es kein Unterschiede zum Benziner mehr gibt. Aber die Techniker haben noch viel Arbeit, bis die Batterien am Boden der Autokarosserien die gewünschte Speicherkapazität erreicht haben. Deshalb wird es in 20 Jahren neben Elektroautos wohl auch noch Autos mit herkömmlichem Antrieb geben, blickte Professor Ackva in die Zukunft.

Start ins nächste Semester der KinderUni wird am 15. März sein, lud die verantwortliche Stadträtin Petra Bieber die Kinder ein, wieder mit dabei zu sein. Die Themen werden noch in dieser Zeitung veröffentlicht.

 

Quelle: Mainpost, Karin Nerche-Wolf