13.06.2012Elektrorennen auf der Neustädter Avus

Zur zweiten Fahrzeugschau werden viel mehr Elektromobile erwartet als letztes Jahr

Die Modellstadt für Elektromobilität zeigt zum zweiten Mal bei einer Fahrzeugschau im Juli, wo die Reise hingeht in Sachen Elektroantrieb. Mit dabei sind bei den Planungen (von links) Dieter Harth (Toyota Autohaus Harth), der Technische Leiter der Stadtwerke Ulrich Leber, FOS/BOS-Schulleiter Peter Klör auf einem Segway, Dr. Jörg Geier, im Landratsamt für Elektromobilität zuständig, Guido Vorndran (Renault Autohaus Vorndran), Bianca Benkert, Teamassistentin Projektmanagement M-E-NES, der ehemalige Schulleiter der Jakob-Preh-Berufsschule Klaus Saar, Walter Raab vom gleichnamigen Radhaus, Bürgermeister Bruno Altrichter, der Vorsitzende des Vereins M-E-NES, Dr. Hubert Büchs, Landrat Thomas Habermann, Bernhard Wolf von Wolf Bike & Play, Tesla-Fahrer Eberhard Mayer, City El-Fahrer Rudi Seefried und M-E-NES Projektmanager Sebastian Martin. Foto: Kritzer

Bad Neustadt. Im vergangenen Jahr maßen sich die Elektroautos bei einem Rennen auf dem Grasberg. Vom 6. bis 8. Juli soll diesmal alles anders werden. Auf der Meininger Straße werden die E-Boliden diesmal gegeneinander strombetrieben antreten. Und dabei gegen nur noch ein benzingetriebenes Fahrzeug starten. Ganz einfach deshalb, weil es nach einem weiteren Jahr schon viel mehr Elektromobile gibt, als 2011. Das ganze Wochenende im Juli haben die Besucher Zeit, sich über die neuesten Trends in Sachen Elektromobilität zu informieren. Über vierrädrige und vor allem auch über zweirädrige Fahrzeuge.

 

 

Auf dem Festplatz der ersten Bayerischen Modellstadt für Elektromobilität gibt es in diesem Jahr eine noch größere Ausstellung von Herstellern dazu Vorträge, Vorführungen, Testfahrten und Demonstrationsrennen. Seit zwei Jahren ist Bad Neustadt Modellstadt und kann zwischenzeitlich auf eine rund zehnmal höhere Dichte von Elektrofahrzeugen verweisen, wie der Durchschnitt der Bundesrepublik. Nichtsdestotrotz steht die Elektromobilität noch immer ganz am Anfang. Der Vorsitzende des Fördervereins M-E-NES, Dr. Hubert Büchs vergisst nicht, immer wieder zu betonen: „Die Zukunft ist elektrisch!“

 

Den Erfolg und das große Interesse an der ersten Fahrzeugschau im vergangenen Jahr will Projektmanager Sebastian Martin in diesem Jahr übertreffen. Möglich machen wird dies eine noch größere Anzahl an E-Fahrzeugen, die auf dem Festplatz vom 6. bis 8. Juli zu sehen sein wird. „Die Elektromobilität ist in diesem Jahr ein großes Stück nach vorn gekommen“, so Martin. Elektro- wie Hybridfahrzeuge, deutsche wie internationale Aussteller, aktuelle Produkte und Prototypen können bei der Ausstellung bestaunt werden.

 

Mit von der Partie sind auch wieder die Formula Students mit ihren futuristischen Hightech-Entwicklungen. Wer das neue, weil elektrische Fahrgefühl erleben möchte, kann bei einer Stadtführung mit dem E-Bike mitfahren, die dynamischen Segways testen und auch eine Probefahrt machen.

 

Höhepunkt wird auch diesmal wieder das Demonstrationsrennen sein. Mitten in der Stadt auf der Meininger Straße werden in mehreren Runden beim E-Car Racing die schnellen Elektrofahrzeuge gegeneinander und auch gegen Autos mit Benzinmotor antreten. Anschließend findet eine After-Show-Party auf dem Festplatz statt, wo es zudem ein Elektromobilistentreff, Livemusik, ein Gewinnspiel und die Prämierung mit dem M-E-NES Award gibt.

 

Bürgermeister Bruno Altrichter kennt das große Interesse der Neustädter Bürger am Thema Elektromobilität. Altrichter betonte diesbezüglich die große Bedeutung der Elektrofahrräder für die problemlose Fortbewegung mit elektrischem Antrieb. „Die Zweiräder haben in Sachen Elektromobilität derzeit die Nase vorn.“ Den E-Fahrrädern wollen deshalb die Fahrradhändler Walter Raab und Bernhard Wolf mehr Stellenwert bei der Ausstellung einräumen.

 

Hubert Büchs freut sich indes über das Rennen der Elektroautos in der Meininger Straße und nannte diese die „Avus“ von Bad Neustadt, frei nach der legendären Autorennstrecke nahe Berlin. Da diese derzeit umgebaut wird, will sich Landrat Thomas Habermann dafür einsetzen, ein Stück des Originalbelags nach Bad Neustadt zu holen. Um den Wandel vom Benzin zum Strom in Sachen Mobilität zu dokumentieren. Auch wenn der Landkreischef stets betont, dass die Elektromobilität auch in Zukunft nur ein Teil der Mobilität neben den Verbrennungsmotoren darstellen wird.

 

Aber darüber kann bei der E-Fahrzeugschau auf dem Festplatz ja eifrig diskutiert werden. Der Eintritt zur zweiten Fahrzeugschau ist frei. Eine Programmübersicht findet sich im Internet unter www.m-e-nes.de.

 

Quelle: Rhön- und Saalepost, Stefan Kritzer