12.03.2013 | Es wird konkreter

E-Mobilität-Forschung im TTZ

 

Das Technologiezentrum (TTZ) für Elektromobilität in der Jakob-Preh-Schule in Bad Neustadt füllt sich, wie Professor Ansgar Ackva im Wirtschaftsausschuss des Landkreises an der Thüringer Hütte erklärte. Nicht mehr lange dann werden es 16 Vollzeitstellen sein.

Ackva ist seit einem halben Jahr TTZ-Leiter. In den Bewerbungen hat er gemerkt, dass junge Menschen sehr am Thema Elektromobilität interessiert sind. Deswegen, so erklärte er, habe man einen Weg gesucht, Interessenten die Möglichkeit zu bieten, zu promovieren. Weil das Fachhochschulen nicht können, so Ackva, – das TTZ ist der FH Würzburg/Schweinfurt angegliedert – hat man sich um die Zusammenarbeit mit Universitäten bemüht, sodass es möglich ist am TTZ den Doktor zu machen.

Inzwischen sind die Projekte am TTZ auch schon in einer konkreteren Phase, wie Ackva erläuterte. Das TTZ arbeitet demnach unter anderem mit Jopp, Preh, Siemens und Brose zusammen. Etwa an der Verbesserung der Entwicklungsmethodik beim Automobilzulieferer Brose. In Zusammenarbeit mit Jopp geht es darum Batterien von Elektrofahrzeugen als Puffer zu nutzen und deren Kapazität bei Stromspitzen im Unternehmen zu nutzen.

Mit Preh wird das TTZ daran arbeiten, dass Batteriezellen gleichmäßig geladen und entladen werden. Das würde deren Kapazität erhöhen, erklärte Ackva. Mit der Firma Winora will dass TTZ außerdem erforschen, wie Batterien altern. Dazu soll eine Testanlage die Akkus permanent laden und entladen.

Das TTZ sieht sich nach Angaben von Ackva aber nicht als Produktentwickler. Vielmehr gehe es um Grundlagenforschung. Ob sich eine Idee wirklich wirtschaftlich umsetzen lässt, müsse man sehen. Auf jeden Fall sei die Forschung so angelegt, dass die Ergebnisse auch außerhalb der E-Mobilität angewendet werden könnten.

Quelle: Mainpost