12.12.2013 | Frischer Wind in Sachen Elektromobilität

Firma Steinbach stellt Windkraftanlage auf – vom Wirtschaftsministerium gefördert

Montage in luftiger Höhe: Die Kleinwindkraftanlage wird am Firmenstandort von FGB in Salz/Strahlungen errichtet

Seit kurzem dreht sie sich: die Kleinwindkraftanlage von Fertigungsgerätebau Steinbach an der Staatsstraße zwischen Salz und Strahlungen. Die Windturbine ist Teil eines Forschungsvorhabens, das die Sälzer Firma im Rahmen der Modellstadt Elektromobilität Bad Neustadt in Eigeninitiative durchführt. Für das innovative Projekt erhielt das Unternehmen als Erstes in ganz Bayern vom Wirtschaftsministerium bereits Ende 2012 den Zuwendungsbescheid.

Angesetzt ist das Projekt, wie Prokurist Thorsten Steinbach informiert, für die Jahre 2013 bis 2015. Nach einer Planungs- und etwa halbjährigen Genehmigungsphase sei die Windkraftanlage mit 24 Metern Narbenhöhe und zehn Kilowatt Nennleistung kürzlich erfolgreich in Betrieb genommen worden. Die regenerative Energie, die seither erzeugt wird, soll für das Betreiben von zwei Elektrofahrzeugen der Firma verwendet werden.

Das Sälzer Unternehmen, welches zur Steinbach-Gruppe gehört, entwickelt und baut mit seinen gut 160 Mitarbeitern individuelle Maschinenlösungen für Kunden auf der ganzen Welt. Teil des Projektvorhabens, berichtet Steinbach, sei es nun gewesen, das Herzstück der Windkraftanlage durch einen von der Firma komplett neu entwickelten Generator mit höherer Effizienz zu ersetzen.

Im Laufe der Projekt-Jahre, so erläutert Steinbach, solle dieser Generator in verschiedenen Entwicklungsstufen weiter verbessert und daher immer wieder überarbeitet werden.

Eine Herausforderung war es für den Sondermaschinenbauer aus Salz auch, den aus der Windkraftanlage erzeugten Strom in einem Energiepuffer zu speichern, um unabhängig von Windaufkommen und Strombedarf stets ausreichend regenerative Energie für das Beladen der Fahrzeuge verfügbar zu haben. Untersuchen möchte der mittelständische Betrieb außerdem, ob sich die realisierte Ladeinfrastruktur auf Landwirtschafts- oder andere Gewerbebetriebe in Außenbereichen von Ortschaften übertragen ließe.

„Der Schwerpunkt des Projekts liegt für uns ganz klar auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen und weniger auf dem wirtschaftlichen Betreiben der Anlage“, schreiben Michael und Thorsten Steinbach, die Prokuristen des Unternehmens, in einer Pressemitteilung.

Denn die Anlage müsste für Analysen und Optimierungsarbeiten sicherlich auch öfter stillgelegt werden. Außerdem wurden auch bei der Standortwahl Kompromisse gemacht. So waren die Auflagen des Naturschutzes (Nachtabschaltung) und die gute Zugänglichkeit der Anlage entscheidende Punkte, die es zu berücksichtigen galt. „Wir sind schon jetzt sehr gespannt auf die Untersuchungsergebnisse“, so die Prokuristen.

Quelle: Mainpost, Renninger Ines