04.08.2014 | Im Dienstauto wie im Rolls Royce

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner war zu Besuch bei den Firmen Preh und Jopp

Das kommt selten vor. Gleich zwei Staatsminister besuchten am Freitagnachmittag den Landkreis Rhön-Grabfeld. Während Umweltminister Marcel Huber in Unsleben die Trockenhänge in Augenschein nahm, besuchte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner die Industriebetriebe Preh und Jopp. Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Sandro Kirchner war die Ministerin zum Besuch nach Bad Neustadt gekommen. Kirchner war vor seiner Wahl bei Preh Projektleiter.

Den iDrive vor ihr auf dem Tisch nahm Ilse Aigner gerne mal zur Hand. Einen aus einer ganzen Anzahl dieser Bedienteile, die Preh erfolgreich für BMW fertigt. „Das ist der für den Rolls Royce“, sagte Geschäftsführer Jochen Ehrenberg erklärend, woraufhin die Ministerin den iDrive ehrfürchtig gleich wieder hinlegte. Klima- und Bediensysteme für die Automobilindustrie fertigt Preh in Bad Neustadt wie an weiteren Standorten in der ganzen Welt.

Auch das Batteriemanagement des Elektroflitzers BMW I3 stammt aus Bad Neustadt. Das Auto kennt Ilse Aigner aus dem Pool des Wirtschaftsministeriums. Und selbstverständlich waren auch im Dienstauto der Ministerin Teile aus Bad Neustädter Fertigung zu finden. Beim Rundgang durch die Preh-Werke ließ sich Ilse Aigner viel Zeit, sich die hochmodernen Bediensysteme genau erläutern zu lassen.

In der anschließenden Diskussion mit der Wirtschaftsministerin hob Landrat Thomas Habermann den Stellenwert der Bildung in der Region besonders hervor. Habermann erwähnte den in Würzburg entstehenden iCampus genauso wie das boomende Technologietransferzentrum (TTZ) in Bad Neustadt. Nach der Anschubfinanzierung des TTZ stellte Ilse Aigner eine Grundförderung für alle Technologietransferzentren in Bayern in Aussicht.

Bürgermeister Bruno Altrichter erwähnte positiv die Expansion des Unternehmens in den kommenden Jahren am Standort Bad Neustadt. In baulicher Hinsicht werden diese Bestrebungen jedoch von den benachbarten und unter Naturschutz stehenden Saalewiesen in Schranken gehalten. Im Anschluss an den Besuch bei Preh fuhr die Ministerin weiter zur Jopp Automotive GmbH, wo das Thema Elektromobilität weiter diskutiert wurde.

 

Quelle: Rhön- und Saalepost, Stefan Kritzer