12.10.2014 |JP-Berufsschule ausgezeichnet: Die Mobilität der Zukunft lehren

12.10.2014 |Weil die Jakob-Preh-Schule Mobilität neu denkt, hat sie den Nachhaltigkeitspreis Mainfranken gewonnen

Foto: Stefan Kritzer

Die Jakob-Preh-Schule erhielt heuer den Nachhaltigkeitspreis der Region Mainfranken GmbH verliehen. In der Kategorie „Mobilität neu denken“ wurde sie für ihr Engagement in der Zukunftstechnologie Elektromobilität ausgezeichnet. Seit Bad Neustadt Modellstadt für Elektromobilität ist, arbeitet die Berufsschule an diesem Thema und deckt den Bildungssektor des Zukunftsthemas ab.

Kommt ein Schüler oder Lehrer mit einem Elektroauto zur Berufsschule, so kann er dies selbstverständlich vor Ort aufladen. Für besondere Leistungen wie den Staatspreis gibt es als Belohnung schon mal das schuleigene Elektroauto für ein Wochenende. Und während droben im Technologietransferzentrum Studenten, Doktoranden und Professoren hochkomplexe Forschungsprojekte vorantreiben, da betreibt die Berufsschule in den übrigen Stockwerken Basisarbeit an der Technikerschule.

Für Schulleiter Kurt Haßfurter ist der Mainfrankenpreis Auszeichnung und Aufforderung zugleich, die Elektromobilität noch mehr in „die Denke der Leute hinein zu bekommen“. „Die Schule geht hierbei selbst mit gutem Beispiel voran“ heißt es in der Laudatio der Region Mainfranken GmbH. „Wir unterrichten die Auszubildenden, die in Zukunft mit Elektrofahrzeugen arbeiten“, so Haßfurter. „Es muss ja genügend Fachpersonal vorhanden sein, wenn irgendwann einmal der große Run auf die Elektroautos losgeht“, sagt der Schulleiter.

Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, wagt Haßfurter noch keine Prognose. Die Berufsschule legt aber schon mal einen Grundstein. „In jeder Kraftfahrzeugwerkstatt muss heute schon mindestens ein Mitarbeiter in der Hochvolttechnik ausgebildet sein!“ Eine solche Ausbildung bekommen junge Kfz-Mechatroniker an der Berufsschule. „Beim Abschluss der Technikerschule hat heute jeder das Eignungszertifikat“, so Haßfurter.

Durch die hohe Förderung des bayerischen Wirtschaftsministeriums (nicht des Kultusministeriums!) in Höhe von 734 000 Euro hat die Jakob-Preh-Schule ihren Fachunterrichtsraum für Elektromobilität exquisit ausstatten können. „Wo wir heute in Kleingruppen arbeiten, kann an anderen Schulen die Lehrkraft die Projekte nur auf Papier vorstellen“, ist Haßfurter stolz. Doch nicht nur die Kfz-Mechatroniker und die Techniker für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität (seit 2012) profitieren vom guten Angebot der Schule. Auch die Realschule und das Gymnasium waren mit interessierten Schulklassen vor Ort und haben in den hochmodernen Unterrichtsräumen gearbeitet.

Nach den Schulen aus der Nachbarschaft werden es schon bald die Feuerwehrleute sein, die zur Schulung in die Jakob-Preh-Schule kommen. Schließlich müssen die lernen, wie sie bei einem Brand oder einem Unfall mit einem Auto mit Hochvolttechnik umgehen müssen.

Sogar auf Messen wie der ufra, der Mainfranken-Messe oder der schon bald stattfindenden eCarTec in München ist die Jakob-Preh-Schule anzutreffen. „Wir werden als Berufsschule immer mehr als kompetenter Gesprächspartner anerkannt“, freut sich der Schulleiter und will die Zukunftstechnologie Elektromobilität auch in Zukunft weiter ausbauen. „Das ganze Thema macht einfach Spaß!“

 

Quelle: Mainpost, Stefan Kritzer