03.05.2014 | Nachhaltigste Schule gesucht

Wettbewerb für den Preis der Region Mainfranken GmbH gestartet

Experimentierkasten für die Schulen: (von links) Projektleiter Sebastian Kühl, Asa Petersson (Geschäftsführerin Region Mainfranken GmbH) und Jürgen Hippeli von der Opite GmbH führen den „Schulbaukasten Elektromobilität“ vor. Foto: Patrick Wötzel

Der von der Region Mainfranken GmbH ausgelobte „Nachhaltigkeitspreis Mainfranken“ geht in die zweite Runde. Anstelle von Unternehmen, die sich bei der Premiere um den Preis bewerben konnten, werden in diesem Jahr mainfränkische Schulen ausgezeichnet, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit in Theorie und Praxis auseinandersetzen.

„Nachhaltigkeit ist ein Thema für den Nachwuchs, denn die zukünftigen Generationen sind davon betroffen. Die Erziehung zur Nachhaltigkeit in den Schulen wird immer wichtiger“, sagt die Geschäftsführerin der Regionalmarketing-Gesellschaft, Asa Petersson. Beim Nachhaltigkeitspreis 2014 wird es aber weniger um Unterrichtsinhalte als vielmehr darum gehen, wie das Thema in den Schulen bereits praktisch umgesetzt wird.

Bewerben können sich sämtliche Schulen der Region noch bis zum 6. Juni, alle wurden angeschrieben. Der Preis wird in den vier Kategorien „Energiewende leben“, „Ressourcen schonen“, „Mobilität neu denken“ und „Soziale Verantwortung tragen“ vergeben, die Preisverleihung findet am 27. September im Rahmen der Eröffnung der „UFRA“ in Schweinfurt statt. Dann wird auch „Mainfrankens nachhaltigste Schule 2014“ gekürt.

Schon von den Fragestellungen im Bewerbungsbogen erhoffen sich die Veranstalter, die Schulen für das Thema zu sensibilisieren. „Nachhaltigkeit ist nicht angeboren, die muss man lernen“, sagt Projektleiter Sebastian Kühl. Zahlreiche Schulen wirtschaften in vielen Bereichen bereits nachhaltig und ressourcenschonend. Durch den Preis „wollen wir Motivation zur Nachahmung schaffen“, so Kühl. Deutschlandweit ist der Nachhaltigkeitspreis in der diesjährigen Form laut Asa Petersson eine Premiere: „Es gibt noch keinen Wettbewerb, bei dem ganze Schulen ausgezeichnet werden.“

Durch ein weiteres aktuelles Projekt der Region Mainfranken GmbH in Kooperation mit der Modellstadt Elektromobilität Bad Neustadt und der Firma OPITEC aus Giebelstadt soll der Nachhaltigkeitsgedanke speziell im Bereich Stromerzeugung an den Schulen gefördert werden. Der „Schulbaukasten Elektromobilität“ macht praktische Anwendungen der Solarenergie erlebbar.

Die Gewinnung von Strom aus Sonnenlicht, der Transport, die Speicherung und der Einsatz des Stroms zum Antrieb eines E-Mobils werden durch den Baukasten anschaulich gezeigt. Er besteht aus dem Elektroauto und einem kleinen Holzhaus mit Carport, auf dessen Dach sich die Solarzellen befinden. Entstanden ist das Projekt nach einer Bedarfsabfrage an mainfränkischen Gymnasien, getestet und optimiert wurde es im Unterrichtseinsatz an zwei Schulen.

Die Firma OPITEC, ein europaweit tätiger Versandhandel für Schulbedarf, produziert die Baukästen in Zusammenarbeit mit den Mainfränkischen Werkstätten. Die Region Mainfranken GmbH stellt jedem der 40 mainfränkischen Gymnasien einen Bausatz, der pro Stück um die 70 Euro kosten wird, kostenlos zur Verfügung.

Gedacht ist der Schulbaukasten zunächst für den Unterricht in der gymnasialen Mittelstufe. „Die Lernmittel sind teilweise veraltet, so etwas wie Solarenergie kommt darin oft gar nicht vor“, sagt Sebastian Kühl. Ziel des Projekts ist es, die Fachkräfte von morgen schon heute für erneuerbare Energien und E-Mobilität zu begeistern.

 

Quelle: Mainpost