01.06.2012Rein elektrisch durch die Modellstadt

Fahrzeug-Park für die Steckdose wächst weiter an

Um den neuen Ampera der Projektstadt für Elektromobilität. Foto: Kritzer

So langsam wächst der elektrisch angetriebene Fahrzeugpark der Stadt. Am Donnerstag nahm Projektmanager Sebastian Martin einen nagelneuen Opel Ampera in Empfang. Das Fahrzeug mit kombiniertem Elektro- und Benzinmotor ist das neue Flaggschiff der E-Fahrzeuge der Stadt. Das Überlandwerk hat bereits ein solches in Betrieb und ist von den Fahrleistungen mehr als begeistert.

Das Kennzeichen ist natürlich Bad Neustadt und die beiden Buchstaben ME für Modellstadt Elektromobilität. Damit der Projektmanager für das große Zukunftsthema künftig angemessen motorisiert ist, hat die Stadt einen Opel Ampera angeschafft. Der rollt künftig beinahe geräuschlos durch die Stadt. Geht es aber auf lange Strecken, kann der Benzinmotor zugeschaltet werden, sodass der luxuriös ausgestattete und futuristisch anmutende Wagen kein Reichweitenproblem hat.

Vor dem Rathaus trafen sich zum Fototermin sämtliche E-Fahrzeuge der Stadt und des Überlandwerkes Rhön. Mit dabei auch der neue Renault Kangoo Z.E., der die Hausmeister der Stadt umweltfreundlich mobil halten soll. Mit einem rein elektrisch angetriebenen Fahrzeug dieses Typs sind auch die Elektriker der Stadtwerke unterwegs, mit einem weiteren die Mitarbeiterinnen der Tourismus GmbH Bayerische Rhön. Und der mit einem Elektroantrieb versehene Citroën Saxo der Stadtwerke war natürlich auch mit von der Partie. Im Mittelpunkt aber die Zukunftslimousine von Opel. Erst vor einigen Monaten ist der 150 PS starke Ampera auf den Markt gekommen. "60 Kilometer rein elektrisch zu fahren ist kein Problem", sagte der Fuhrparkleiter des Überlandwerks, Roland Kauschka.

Projektmanager Sebastian Martin muss sich erst noch reinfinden in die gänzlich neue Technik und in das neue Innenraumdesign seines künftigen Dienstfahrzeuges. Die 60 Kilometer rein elektrisch will er bald auch schaffen. Doch alle Arbeit nimmt auch der Opel Ampera dem umweltbewussten Fahrer nicht ab. So gilt es zu wählen zwischen vier Fahrmodi. "Ich kann zwischen Normal, Sport und Gebirge wählen", sagte Martin. Viel wichtiger als diese drei ist noch der Modus "Vorhalten". Mit diesem kann Sebastian Martin außerhalb der Stadt mit dem Benzinmotor unterwegs sein und innerhalb der Stadt auf reinen Elektrobetrieb umschalten.

Neben dem Aufladen an der Steckdose, die schon bald unweit seines Büros an der Jakob-Preh-Schule installiert werden soll, rekuperiert der Ampera aus dem Fahrbetrieb auch Energie, um sie der Lithium-Ionen-Batterie des Elektroantriebs zur Verfügung zu stellen. Im Gegensatz zu bislang bekannten Hybridmodellen geht Opel mit dem Ampera noch ein Stück weiter. Hier hat erstmals der Elektromotor mit 111 kW und einem maximalen Drehmoment von 370 Newtonmeter mehr Leistung als der Benzinmotor mit seinen 54 kW. Für einen ersten Fahrbericht steht Sebastian Martin bald schon zur Verfügung.

 

Quelle: Mainpost, Kritzer