18.05.2013 | TTZ-Projekte: Spannung rund um den Strom

In der FH-Abteilung für E-Mobilität arbeiten jetzt 17 Personen – Feldversuch über Alterungsverhalten von Akkus

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Volle Fahrt hat das Technologietransferzentrum aufgenommen. Mit einer Personalstärke von 17 Mitarbeitern widmet sich nun die Bad Neustädter Außenstelle der Fachhochschule Würzburg- Schweinfurt ihrer künftigen Aufgabe: als Verbindungsglied zwischen Forschung und Wirtschaft.

Vor eineinhalb Jahren war die Forschungseinrichtung für den Bereich E-Mobilität mit einem Startkapital von 4,5 Millionen Euro ausgestattet worden. Der Betrag soll für die ersten fünf Jahre reichen. „Nach fünf Jahren müssen wir auf eigenen Beinen stehen“ erklärt der Leiter Professor Ansgar Ackva.

Schon jetzt werde ein Großteil der wissenschaftlichen Arbeit im Auftrag verschiedener Unternehmen vorgenommen, was zur Finanzierung erheblich beiträgt. Rund drei Millionen Euro stehen auf diese Weise zusätzlich zur Verfügung. Das TTZ hatte dazu selbst Projekte akquiriert, auch bei Unternehmen außerhalb des Landkreises, weshalb auch noch Standorte in Würzburg und Schweinfurt unterhalten werden, die noch einmal mit zwölf Personen besetzt sind. Zudem betreuen sie die Projekte mit, die durch das Wirtschaftsministerium als Bestandteil der Modellstadt für E-Mobilität gefördert werden. Als Modellprojekte werden zurzeit ein Feldversuch der Firma Jopp sowie gemeinsam mit mehreren Partnern eine Studie über das Alterungsverhalten von Akkus für Elektrofahrräder betreut. Weitere Forschungsgegenstände sind beispielsweise die Verbesserung elektrischer Achsantriebe bei Elektro- und Hybridfahrzeugen und die Optimierung von Kleinmotoren für die E-Mobilität. Fast eine gesamte Etage des Seitentrakts der Berufsschule steht dem TTZ inzwischen zur Verfügung. Das Personal setzt sich aus festangestellten Lehrkräften, studentischen Hilfskräften und Studenten zusammen. Bei einigen Projekten nutzen auch Firmenmitarbeiter die Räumlichkeiten im 2. Stock der Jakob-Preh-Schule.

Die Studenten – gewöhnlich aus dem Gebiet der Elektrotechnik – sind in Gruppen den verschiedenen Projekten zugeteilt und verfassen meist gleichzeitig ihre Abschlussarbeiten.

Vorgesehen ist aber auch noch eine engere Zusammenarbeit mit der Berufsschule, in der Weise etwa, dass Personal aus dem TTZ Unterricht in der Schule hält.

Noch hier und da muss an den Räumlichkeiten, insbesondere an einem Aufenthaltsraum gefeilt werden, aber „jetzt geht die Arbeit richtig los“, freut sich Professor Ansgar Ackva auf die Zukunft und setzt gleich eine Besprechung mit allen Mitarbeitern an.

 

Quelle: Mainpost, Eckart Heise