03.11.2012|Voll unter Strom

Leben mit dem Elektroauto - Der große Test inmitten der Modellstadt

Stecker statt Zapfpistole. Die Rhön- u. Saalepost machte den großen Alltagstest mit Elektroautos. Foto: Sauer

Bad Neustadt. Wir leben in einer Modellstadt für Elektromobilität. Nahezu täglich schreiben wir, lesen Sie etwas über das Thema Elektromobilität. Wir haben von Elektroautos, Elektrorollern, Elektrofahrrädern (so genannten Pedelecs) und von Sagways gelesen, gehört oder sie sogar schon gesehen. Doch wie lebt es sich denn wirklich so mit einem Elektroauto in der Modellstadt? Das haben wir uns als Redaktion der Rhön- u. Saalepost gefragt und beschlossen, es für uns und für Sie auszuprobieren.

 

 

Um es gleich vorneweg zu sagen, richtige Autotest, wie sie beispielsweise der ADAC regelmäßig macht, dürfen Sie hier nicht erwarten. Wir waren mit den Fahrzeugen nicht zum Wintertest in Schweden – alleine die Ladepausen, um nach Skandinavien zu kommen, hätten wohl einen längeren Auslandsaufenthalt erforderlich gemacht. Wir haben die Elektroautos auch keinem Elchtest unterzogen, bislang wurde in der Rhön ja auch noch keiner gesichtet und einen anerkannten Birkhuhntest gibt es nicht.

 

Wie haben keine Dummies bei Crashtest in Gefahr gebracht. Wir haben auch nicht den Bremsweg millimetergenau ermittelt oder auf welche Millisekunde genau ein Wagen die 100 km/h-Grenze durchbricht. Zum einen fehlt uns da die technische Ausrüstung, zum anderen natürlich auch der technische Sachverstand. Aber darum ging es uns auch gar nicht. Wir wollten wissen, wie fährt es sich als Otto-Normal-Mensch mit einem Elektroauto? Wie kommt man damit im Alltag zurecht? Stimmen all die Vorurteile, die es gegen die Elektroflitzer so gibt, oder werden sie im Test widerlegt? Wie „tankt“ es sich so, das Elektroauto? Wo tankt man es? Wie fährt es sich? Wir haben sicher nicht alle Fragen gestellt, wir können sicher nicht alle beantworten, doch wir haben so manche Überraschung erlebt.

 

Um das Thema Elektroauto möglichst umfassend zu beleuchten, haben wir nahezu den gesamten Verlag eingespannt, vom Geschäftsführer über die Redaktion, das Büroteam und die Mediengestalter. Gab es da anfangs hie und da vielleicht noch ein wenig Zögern, nachdem der erste Wagen da war, stellten sich mehr als genügend Testfahrer zur Verfügung – und einfach mal so ausprobiert hat die Elektroautos jeder.

 

Den Liebling unter den Testfahrzeugen, den, den jeder einmal fahren wollte, den kann ich Ihnen ja schon mal verraten. Es war der Renault Twizy. Mit seinem netten, außergewöhnlichen Aussehen und seinem französischen Charme nahm er alle gefangen. Wir haben aber viel mehr Autos getestet. Die meisten von ihnen reiner „Stromer“ wie beispielsweise der Renault Fluence ZE, der Smart ED oder der Citroën C-Zero, aber auch Hybridfahrzeuge wie der Opel Ampera oder der Toyota Prius.

 

Wie es uns ergangen ist, was wir alles erlebt haben mit „unseren Stromern“, das können Sie in den nächsten Wochen immer in der Samstagsausgabe auf Seite 5 erfahren, denn wir laden Sie ab heute ein zum „Herumstromern mit der Rhön- u. Saalepost.“

 

Quelle: Rhön- und Saalepost, Steffen Sauer