Zum Wandern in die Rhön fahren, die Natur genießen und dabei sein E-Auto aufladen. Das hört sich nachhaltig an. Wo kann man diese Ladesäulen finden?

08.11.2020 - von Marion Eckert

In den Lockdown-Wochen im November darf man vieles nicht mehr: Ausgehen und in Hütten einkehren. Aber: Das Bewegen in der freien Natur ist erlaubt. Und wer dazu noch ökologisch vorbildlich unterwegs ist, also mit einem E-Auto, der findet nun am Wanderparkplatz oberhalb von Sandberg seit kurzem eine Elektro-Ladesäule, die neunte direkt in der Rhön.

Lade-Infrastruktur ausbauen

Sie ist ein weiterer Baustein, um die Infrastruktur der Elektromobilität im Mittelgebirge aufzubauen. Direkt an Sandbergs Wanderparkplatz eine E-Ladesäule aufstellen zu lassen - diese Idee hatte Sandbergs Bürgermeisterin Sonja Rebelt. „Wir sind ein E-Mobilitäts-Landkreis, dazu gehört auch die entsprechende Infrastruktur.“

Der Standort am Wanderparkplatz bot sich gerade zu an, betonte sie. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Barfußpfad mit Sitzgruppe zum Verweilen, die neue Kneippanlage und der Naturerlebnispfad. Auch zum Kreuzberg und zum Neustädter Haus sei es nicht weit. Gerne werde der Parkplatz als Ausgangspunkt für Wanderungen genutzt. „Am Wochenende ist er sehr gut frequentiert“, so Reubelt. Nun könne das Elektrofahrzeug während einer Wanderung bequem aufgeladen werden. Natürlich biete sich auch ein Gang nach Sandberg an, um beispielsweise den Ausstellung-Pavillon, der die Bedeutung Sandbergs als Schnitzstandort unterstreicht, zu besichtigen.

 

An der E-Ladesäule wird jede Ladekarte einesElektromobilitätsanbieters akzeptiert, der dem „Hubject“-Ladeverbund angehört. Zudem besteht eine direkte Lademöglichkeit ohne separate Anmeldung (Ad-hoc-Laden) mit einem Smartphone: Einfach den dargestellten QR-Code an der Ladesäule scannen, den Ladepunkt auswählen und das Elektroauto aufladen. Vor dem Ladebeginn sehen Nutzer immer den gültigen Preis. Die Abrechnung erfolgt über EC- oder Kreditkarte. Eine weitere Möglichkeit ist das Laden über die „E.ON-Drive-“ oder die „eCharge“-App.

Zwei Ladepunkte in Sandberg

In Sandberg handelt es sich um eine  LEW eStation smart mit zwei Ladepunkten mit jeweils 22 kW.  10.600 Euro kostete das Projekt inklusive Fundament. 40 Prozent wurden über ein Bundesprogramm nach der Infrastruktur-Förderrichtlinie für Elektrofahrzeuge in Deutschland gefördert. 

Damit die E-Ladesäule installiert werden konnte, musste im ersten Schritt eine Ortsnetzstation errichtet werden. Dies sei aus mehrfacher Sicht notwendig gewesen, erläuterte Reubelt. Zum einen natürlich für die E-Ladesäule, zum anderen für die Versorgung des nahe gelegenen Festplatzes mit Strom. Dort findet in der Regel das weithin bekannte Fest „Der Berg ruft“ statt, so nicht Coronoa dem geselligen Leben einen Strich durch die Rechnung macht. Außerdem werde der Stromanschluss für den Wohnmobilstellplatz benötigt, den Bürgermeisterin Reubelt an den Wanderparkplatz anschließen möchte. Derzeit laufen bereits die Planungen, in 2021/2022 soll die Anlage kommen. „Es ist ein traumhafter Platz mit Blick weit ins Land hinein“, schwärmt Reubelt. Schon heute stehen viele Wohnmobilisten gerne auf dem Platz, ihnen möchte sie mit einer Infrastruktur einen heute üblichen Standard bieten.

Wo gibt es noch Ladesäulen?

Neben der neuen Sandberger E-Ladesäule gibt es in der oberen Rhön bereits einige Möglichkeiten einen Ausflug mit dem Laden des Elektromobils zu verbinden. Nur: Wie findet man die Standorte mit E-Ladesäulen? Es gibt eine Reihe von Web-Seiten, angefangen von der Bundesnetzagentur bis hin zu Seiten von Anbietern, die E-Ladesäulen auflisten. Doch längst ist nicht sicher gestellt,dass diese Seiten auch vollständig sind. Bezogen auf die obere Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen gibt es folgende E-Ladesäulen:

  • Rhön-Park-Aktiv-Resort in Hausen/Roth
  • Auf dem Parkplatz des Schullandheims Thüringer Hütte, Hausen
  • Umweltbildungsstätte Oberelsbach
  • Stadt Bischofsheim i. d. Rhön, Am Pfarrgrund
  • Gasthof Roth, Kreuzbergallianz
  • Berghaus Rhön, Riedenberg
  • Haus der Schwarzen Berge, Oberbach
  • Informationszentrum Wasserkuppe
  • Ladestation Gersfeld, Hans-Gutmann-Straße 7

Eine Übersicht über verschiedene Internetseiten findet sich auf der Seite: www.m-e-nes.de unter dem Punkt „Elektromobilität/Stromtankstellen“. Über die Seite www.ladeatlas.elektromobilitaet-bayern.de sind die aufgeführten Standorte alle zu finden.

 

Quelle: Rhön- und Saalepost, Marion Eckert